Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Oracle Aktie: Abwärtsspirale

Oracle Aktie: Abwärtsspirale

Oracle leidet unter massiven KI-Ausgaben und einer hohen Schuldenlast. Analysten warnen vor Überbewertung durch schnelle Hardware-Veralterung und Kapitalflucht aus dem Software-Sektor.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Burry-Modell warnt vor Überbewertung der Gewinne
  • Massive Kapitalflucht aus Software-Aktien
  • Schuldenfinanzierte Expansion belastet Margen
  • Aktie verliert über 50 Prozent vom Rekordhoch

Der Softwaresektor steht massiv unter Druck. Investoren hinterfragen zunehmend die enormen Ausgaben für KI-Infrastruktur – und Oracle trifft es besonders hart. Im Zentrum der Sorgen steht eine brisante Frage: Was, wenn die teuer eingekaufte Hardware schneller veraltet als gedacht?

Burry-Modell warnt vor Überbewertung

Der bekannte Investor Michael Burry hat jüngst eine Analyse vorgelegt, die aufhorchen lässt. Sein Modell zeigt: Falls die verwendeten KI-Chips nur 2,5 Jahre im Einsatz bleiben, könnten Oracles Gewinne um bis zu 62 Prozent überbewertet sein. Der Grund: Die rasante Abschreibung der Hardware würde die Margen deutlich stärker belasten als bisher eingepreist.

Diese Warnung kommt nicht von ungefähr. Die großen Technologiekonzerne werden ihre kombinierten KI-Infrastruktur-Ausgaben bis 2026 auf rund 660 Milliarden Dollar hochfahren – ein Anstieg um 165 Prozent gegenüber 2024. Doch je schneller sich die Technologie wandelt, desto größer das Risiko, dass die massiven, oft schuldenfinanzierten Investitionen an Wert verlieren.

Kapitalflucht aus Software

Die Nervosität im Sektor ist greifbar. Allein nach der Vorstellung eines neuen KI-Tools durch Anthropic verlor die Softwarebranche 300 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung. Investoren fürchten, dass generative Modelle bestehende Unternehmenssoftware schneller ersetzen könnten als erhofft.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Oracle?

Die Folge: Kapital fließt aus KI-abhängigen Tech-Aktien ab und wandert in physische Infrastruktur sowie defensive Sektoren. Analysten sprechen von einer Rotation in sogenannte HALO-Investments – „Heavy Assets, Low Obsolescence“. Sachwerte statt digitale Plattformen.

Schuldenfinanzierte Expansion belastet

Oracle handelt aktuell bei 124 Euro und hat damit seit Jahresbeginn mehr als ein Viertel an Wert verloren. Mit einem KGV von 27,6 liegt die Aktie über dem Branchenschnitt von 25,4 – trotz des Ausverkaufs. Vom Rekordhoch hat das Papier mittlerweile über 50 Prozent eingebüßt.

Anfang Februar kündigte Oracle an, zwischen 45 und 50 Milliarden Dollar über eine Mischung aus Fremd- und Eigenkapital einzusammeln. Das Geld soll den Ausbau der Cloud-Kapazitäten für Großkunden wie OpenAI, Meta und xAI finanzieren. Doch während die Infrastrukturkosten steigen, wächst auch die Schuldenlast – und mit ihr der Margendruck. Für das Unternehmen wird entscheidend sein, ob die hohen Investitionen tatsächlich die erhofften Erträge abwerfen, bevor die nächste Technologie-Generation ansteht.

Anzeige

Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 23. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Oracle

Oracle Chart