Der Software-Gigant geht aufs Ganze. Mit einem gewaltigen Finanzierungspaket von bis zu 50 Milliarden Dollar will Oracle den Anschluss im KI-Wettrennen sichern. Doch der Mix aus neuen Schulden und Aktienausgaben sorgt für gemischte Gefühle an der Wall Street: Ist das der notwendige Kraftstoff für die Zukunft oder eine riskante Verwässerung für die Aktionäre?
Im Kalenderjahr 2026 plant der Konzern, zwischen 45 und 50 Milliarden Dollar aufzunehmen. Die Struktur ist dabei genau austariert: Rund die Hälfte soll durch Fremdkapital, also die Ausgabe von Anleihen, gedeckt werden. Die anderen 50 Prozent stammen aus Aktienemissionen und aktiennahen Instrumenten, darunter ein „At-the-Market“-Programm über bis zu 20 Milliarden Dollar.
Dieser finanzielle Kraftakt dient einem klaren Ziel: dem massiven Ausbau der Oracle Cloud Infrastructure (OCI). Die Nachfrage nach Rechenleistung für Künstliche Intelligenz wächst rasant. Bestehende Verträge mit Schwergewichten wie OpenAI, Meta, NVIDIA und xAI zwingen den Konzern, seine Kapazitäten im Eiltempo zu erweitern, um die vertraglich zugesicherten Leistungen erbringen zu können.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Oracle?
Ratingagentur beruhigt Gemüter
Die Anleger reagierten zunächst volatil auf die Ankündigung, da die Ausgabe neuer Aktien den Gewinn pro Anteilsschein verwässert. Für Beruhigung sorgte jedoch die Ratingagentur Fitch. Sie bestätigte Oracles ‚BBB‘-Rating mit einem stabilen Ausblick. Zwar erwarten die Experten, dass die Verschuldung im Geschäftsjahr 2026 steigen wird und der Free Cashflow aufgrund der enormen Investitionen (CapEx) in den Jahren 2026 und 2027 negativ ausfällt, doch das langfristige Ertragspotenzial überzeugt.
Strategische Offensive
Oracle wählt damit einen aggressiveren Weg als viele Konkurrenten, die ihren Rechenzentrumsausbau oft aus dem laufenden Cashflow finanzieren. Marktbeobachter werten die detaillierte Ankündigung dennoch als wichtiges Signal der Transparenz. Der Finanzierungsplan schafft Klarheit darüber, wie der Konzern seinen massiven Auftragsbestand abarbeiten will.
Der Erfolg dieser Strategie hängt nun an der operativen Umsetzung. Oracle muss die enormen Vorabinvestitionen zügig in profitable Umsätze ummünzen, sobald die neue Infrastruktur steht. Die aggressive Kapitalmaßnahme markiert den entscheidenden Versuch, im kapitalintensiven Wettbewerb um die KI-Infrastruktur dauerhaft in der ersten Liga mitzuspielen.
Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 3. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
