Oracle treibt seine groß angelegten Infrastrukturpläne für das KI-Zeitalter weiter voran. Aktuell steht die Finanzierung eines 16 Milliarden US-Dollar schweren Rechenzentrums in Michigan kurz vor dem Abschluss. Während die Nachfrage nach Rechenleistung alle Erwartungen übertrifft, blicken Investoren zunehmend kritisch auf die rasant wachsende Schuldenlast des Softwarekonzerns.
Rechenzentren im Akkord
Der Entwickler Related Digital finalisiert derzeit das Finanzierungspaket für den neuen Oracle-Campus in Michigan. Diese Anlage soll künftig speziell Anwendungen für OpenAI antreiben. Das Projekt reiht sich nahtlos in eine massive Expansionswelle ein. Zuvor wurden bereits 38 Milliarden US-Dollar für Standorte in Texas und Wisconsin sowie 18 Milliarden US-Dollar für ein Projekt in New Mexico mobilisiert.
Um diesen rasanten Ausbau zu stemmen, bedient sich das Unternehmen verschiedener Kapitalquellen. Erst kürzlich nahm Oracle 30 Milliarden US-Dollar über Anleihen und Vorzugsaktien auf. Laut Management sind damit die geplanten Fremdkapitalaufnahmen für das Jahr 2026 abgeschlossen. Die Nachfrage rechtfertigt aus Sicht der Führungsetage dieses Tempo: Der Bedarf an KI-Infrastruktur übersteigt das Angebot weiterhin deutlich.
Starke Zahlen treffen auf Skepsis
Operativ spiegelt sich diese Entwicklung bereits wider. Im dritten Geschäftsquartal kletterte der Cloud-Umsatz um 44 Prozent. Gleichzeitig schnellten die vertraglich zugesicherten, aber noch nicht realisierten Umsätze (RPO) durch große KI-Aufträge auf einen Rekordwert von 553 Milliarden US-Dollar hoch.
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An der Börse honorierten Anleger diese operative Stärke zuletzt jedoch kaum. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von rund 24,7 Prozent und notiert mit gut 125 Euro deutlich unter der viel beachteten 200-Tage-Linie. Analysten von Barclays sehen in den jüngsten Stellenabbau-Maßnahmen des Konzerns einen logischen Schritt, um in dieser kapitalintensiven Phase den Cashflow zu schonen. Die Experten gehen davon aus, dass Oracle seine Profitabilität pro Mitarbeiter durch diese Kostensenkungen an den Branchendurchschnitt heranführen wird.
Dividende als kurzfristiger Faktor
Für einkommensorientierte Anleger rückt derweil ein konkreter Termin näher. Kommende Woche, am 9. April 2026, wird die Aktie ex-Dividende gehandelt. Wer an der nächsten Quartalsausschüttung am 24. April partizipieren möchte, muss die Papiere vor diesem Stichtag im Depot halten. Die Ausschüttung ist Teil einer langfristigen Strategie, bei der Oracle eine fünfjährige Dividendenwachstumsrate von fast 16 Prozent vorweisen kann.
Die strategische Marschroute für die kommenden Monate ist klar definiert. Oracle muss beweisen, dass sich der aggressive Investitionsplan auszahlt und der Rekordauftragsbestand zügig in handfeste Gewinne umgewandelt werden kann. Gelingt die Skalierung der neuen Rechenzentren wie geplant, dürfte sich auch die durch den massiven Ausbau auf über 100 Milliarden US-Dollar angewachsene Schuldenlast wieder besser ausbalancieren lassen.
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