Opendoor Technologies hat gestern die Finanzergebnisse für das vierte Quartal 2025 veröffentlicht und dabei ein geteiltes Echo hervorgerufen. Während ein hoher Nettoverlust das Ergebnis auf dem Papier belastete, übertraf der Umsatz die Erwartungen und die operativen Kennzahlen zeigten eine deutliche Aufwärtstendenz. Anleger konzentrierten sich auf die strategische Neuausrichtung und schickten die Aktie ins Plus.
Einmaleffekte belasten die Bilanz
Der Umsatz im vierten Quartal belief sich auf 736 Millionen US-Dollar. Dies entspricht zwar einem Rückgang von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, lag jedoch über den Prognosen der Analysten. Der Nettoverlust weitete sich unterdessen massiv auf 1,1 Milliarden US-Dollar aus, nachdem im Vorjahr noch ein Minus von 113 Millionen US-Dollar zu Buche gestanden hatte.
Dieser deutliche Anstieg ist primär auf einen nicht zahlungswirksamen Verlust in Höhe von 933 Millionen US-Dollar zurückzuführen, der im Zuge einer Schuldentilgung entstand. Der bereinigte EBITDA-Verlust fiel mit 43 Millionen US-Dollar hingegen geringer aus als vom Markt befürchtet. Das Ergebnis je Aktie lag mit minus 1,26 US-Dollar hinter den Erwartungen der Analysten zurück.
Operative Kennzahlen verbessern sich
Trotz der bilanziellen Verluste verzeichnete das Unternehmen Fortschritte bei der Effizienz des Geschäftsmodells. Die Zahl der angekauften Häuser stieg im Vergleich zum Vorquartal um 46 Prozent. Gleichzeitig konnte die durchschnittliche Haltedauer der Immobilien im Bestand um 23 Prozent reduziert werden.
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Ein wesentlicher Faktor für das Vertrauen der Anleger war die Geschwindigkeit des Lagerumschlags: Der Anteil der Immobilien, die länger als 120 Tage auf dem Markt waren, sank von 51 Prozent im dritten Quartal auf 33 Prozent zum Jahresende. Können diese operativen Verbesserungen die hohen bilanziellen Verluste langfristig aufwiegen? Das Management setzt hierbei verstärkt auf das weniger kapitalintensive „Cash Plus“-Modell, das mittlerweile 35 Prozent des wöchentlichen Volumens ausmacht. Zudem konnten die fixen Betriebskosten von 43 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf 35 Millionen US-Dollar gesenkt werden.
Ziel: Gewinnschwelle bis Ende 2026
Für das laufende erste Quartal 2026 prognostiziert Opendoor einen sequenziellen Umsatzrückgang von etwa 10 Prozent. Dennoch soll die Profitabilität pro Einheit weiter steigen und bis Ende März das höchste Niveau seit fast zwei Jahren erreichen. Der bereinigte EBITDA-Verlust wird für das erste Quartal im niedrigen bis mittleren 30-Millionen-Bereich erwartet.
Langfristig strebt das Unternehmen an, bis Ende 2026 beim bereinigten Nettoergebnis die Gewinnschwelle zu erreichen. Um dieses Ziel zu unterstützen, soll das Ankaufsvolumen bis zum vierten Quartal 2026 auf rund 6.000 Häuser pro Vierteljahr gesteigert werden. CEO Kaz Nejatian setzt dabei für das Modell „Opendoor 2.0“ verstärkt auf den Einsatz künstlicher Intelligenz.
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