Der ChatGPT-Entwickler steht unter Dauerbeschuss. Während Google öffentlich von Klonversuchen berichtet, schaltet OpenAI zum Valentinstag überraschend ein umstrittenes KI-Modell ab.
Die Angriffswelle rollt. Google hat diese Woche erstmals öffentlich gemacht, dass sein Gemini-Chatbot massiv angegriffen wird – von Akteuren, die das System klonen wollen. Und OpenAI? Das Unternehmen schweigt zu eigenen Abwehrmaßnahmen, dürfte aber im gleichen Visier stehen.
Milliarden-Investitionen im Fadenkreuz
Die Methode der Angreifer ist perfide: Sie bombardieren die Chatbots mit tausenden gezielt formulierten Anfragen, um Muster und Logik der Antworten zu erfassen. Ziel ist es, die zugrundeliegende Architektur zu rekonstruieren – sogenannte „Distillation Attacks“. John Hultquist, Chef-Analyst von Googles Threat Intelligence Group, warnt: Diese Attacken werden zunehmen, besonders wenn kleinere Firmen eigene KI-Tools mit sensiblen Daten trainieren.
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OpenAI hatte bereits den chinesischen Konkurrenten DeepSeek beschuldigt, solche Techniken einzusetzen. Die internen Architekturen gelten als streng vertraulich – schließlich haben die großen Entwickler Milliarden Dollar investiert.
GPT-4o vom Netz
Pünktlich zum 14. Februar zog OpenAI das KI-Modell GPT-4o vom Netz. Die Abschaltung war zwei Wochen zuvor angekündigt worden. Das Modell galt als besonders „menschlich“ und einfühlsam, war aber lange umstritten. Für die meisten Nutzer dürfte die Änderung eine Randnotiz sein – aus Sicherheitsperspektive könnte der Schritt aber relevant werden.
Die Branche rüstet sich. Während Google die Angriffe öffentlich macht und damit auch Wettbewerber warnt, agiert OpenAI diskreter. Beide Strategien haben ein Ziel: Die milliardenschweren Investitionen in proprietäre KI-Technologie vor kommerziell motivierten Klonversuchen zu schützen.
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