ONEOK meldete diese Woche, dass die Integration der großen Zukäufe aus 2024–2025 schneller als erwartet greift und die jährlichen Synergien inzwischen über 500 Mio. USD liegen. Management bestätigte zugleich die 2026‑Ziele mit einem erwarteten EPS‑Wachstum von mehr als 15% und einem Adjusted‑EBITDA‑Anstieg von knapp 10%. Reicht das, um das Vertrauen nach dem schwierigen Vorjahr zurückzugewinnen?
Beschleunigte Synergie‑Realisierung
In der Investorenpräsentation vom 12. Januar erklärte das Management, die kombinierte Portfolio‑Strategie – insbesondere durch die Integration von Magellan Midstream, Medallion und EnLink – schaffe einen „Synergie‑Flywheel“. Konkret werden höhere Mischvolumina und Optimierungen über verschiedene Assets hinweg als Treiber genannt, weshalb frühere Synergie‑Schätzungen für Teile der Transaktionen nach oben revidiert wurden.
Zudem untermauerte ONEOK sein Modell zur Kapitalverwendung: 75–85% des operativen Cashflows sollen an die Aktionäre zurückfließen, flankiert von einem aggressiven Schuldenabbau mit dem Ziel eines Debt/EBITDA‑Verhältnisses von rund 3,5x bis Ende 2026. Diese Punkte adressieren direkt die Hauptsorge der Investoren: die hohe Verschuldung aus der Übernahmeserie.
Warum das wichtig ist
Die Nachricht kommt nach einem schwachen Jahr für ONEOK: Die Aktie verlor in den letzten zwölf Monaten fast 29%, was die Skepsis der Märkte gegenüber der gleichzeitigen Integration mehrerer Großdeals widerspiegelt. Entscheidend für die Neuausrichtung sind zwei Effekte: Erstens wandelt sich das Geschäftsmodell zunehmend zu fee‑basierten Erlösen (rund 90% der Erträge), was die Cashflows gegenüber Rohstoffpreisschwankungen stabilisiert. Zweitens soll das solide Dividendenprofil erhalten bleiben; die aktuelle Rendite von etwa 5,7% wird im Update als durch stabilere Cashflows gestützt dargestellt.
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Kurz technisch: Die Aktie notiert heute bei 72,49 USD und liegt damit rund 32% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 106,04 USD.
Wichtige Eckdaten in Kürze:
– Synergien: >500 Mio. USD jährlich (Realisierung beschleunigt)
– 2026‑Ausblick: EPS >15% Wachstum; Adjusted EBITDA ~+10% vs. 2025‑Mittelwerte
– Kapitalpolitik: 75–85% des operativen Cashflows an Aktionäre
– Schuldenziel: Debt/EBITDA ≈ 3,5x bis Ende 2026
– Anteil fee‑basierter Erträge: ~90%
– Aktuelle Dividendenrendite: ~5,7%
Ausblick
Praxisrelevante Bestätigung liefert der geprüfte Geschäftsbericht für Q4/2025, der Ende Februar erwartet wird: Er wird zeigen, in welchem Umfang die gemeldeten Synergien tatsächlich in konsolidierten Free Cash Flow überführt wurden und wie schnell die Verschuldung sinkt. Zusätzlich sollten die anstehenden Projektabschlüsse – etwa der Ausbau für raffinierte Produkte im Raum Denver und die Ergänzungen der Elk‑Creek‑Pipeline – in der ersten Jahreshälfte weiteres Volumen bringen. Erfüllt ONEOK die publizierten Annahmen in den geprüften Zahlen und macht Fortschritte beim Schuldenabbau, wären die Grundlagen für die 2026‑Prognose gelegt; andernfalls bleibt die Umsetzung der Integrationsziele das zentrale Risiko.
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