Ondas Holdings schaltet in den Angriffsmodus. Innerhalb von nur vier Wochen sammelte der Spezialist für autonome Verteidigungssysteme neue Aufträge im Wert von 70 Millionen Dollar ein. Das Management reagiert sofort. Es schraubt die Umsatzziele für das laufende Jahr massiv nach oben. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 3,4 Milliarden Euro positioniert sich das Unternehmen zunehmend als gewichtiger Player im Sektor für Sicherheitstechnologie.
Auftragsboom bei Drohnenabwehr
Die neu gesicherten Verträge ziehen sich durch das gesamte Technologie-Portfolio des Konzerns. Im Fokus stehen dabei unbemannte Bodensysteme und Technologien zur Grenzüberwachung. Ein deutliches Signal sendet dabei das australische Verteidigungsministerium. Dieses orderte Drohnenabwehrsysteme für knapp sieben Millionen Dollar.
Dieser Zustrom an Neuaufträgen sorgt für eine deutlich verbesserte Planungssicherheit. Bereits Ende des ersten Quartals 2026 wies Ondas einen Auftragsbestand von rund 457 Millionen Dollar aus. Die jüngsten Abschlüsse bestätigen die Strategie, luftgestützte und bodengebundene autonome Plattformen in einem einheitlichen System zu bündeln.
Umsatzziele nach Übernahme korrigiert
Den eigentlichen Impuls für das gestiegene Interesse liefert die drastische Korrektur der Umsatzprognose für 2026. Nach der Integration von DZYNE Technologies — einer Akquisition im Wert von über 870 Millionen Dollar — erwartet Ondas nun einen Jahresumsatz von mindestens 525 Millionen Dollar. Zuvor lag die Messlatte bei lediglich 390 Millionen Dollar.
Die Übernahme brachte entscheidende Kompetenzen im Bereich der Loitering Munition und hochmodernen Aufklärungssysteme ein. Das Management geht davon aus, dass diese margenstarken Segmente den Konzern noch im laufenden Geschäftsjahr in die Gewinnzone führen werden. Das Ziel ist ein positives bereinigtes EBITDA.
Analysten sehen Aufwärtspotenzial
Die operative Dynamik spiegelt sich in den Analystenbewertungen wider. Needham & Company stuft den Titel weiterhin als „Moderate Buy“ ein, passte das Kursziel jedoch auf 19,00 Dollar an. Die Experten verwiesen auf kurzfristige Schwankungen, sehen aber den langfristigen Wachstumstrend intakt. Am Markt kam die Nachricht gut an: Innerhalb einer Woche legte die Aktie um rund 21 Prozent zu.
Trotz dieser Erholung notiert das Papier mit 7,07 Euro noch immer rund zehn Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt. Im Fokus der kommenden Monate steht nun die Skalierung der Fertigung. Um die weltweite Nachfrage zu bedienen, baut Ondas seine Produktionskapazitäten in den USA und Europa kontinuierlich aus. Ein wichtiger Meilenstein bleibt die geplante Vollauslastung der neuen Fertigungsstandorte bis zum Jahresende 2026.
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