Ondas Holdings baut seine Präsenz im Verteidigungssektor deutlich aus. Wie das Unternehmen am heutigen Dienstag bekannt gab, wurde eine Vereinbarung zur Übernahme von Aran Defense getroffen, der Verteidigungssparte des israelischen Herstellers Aran Ltd. Neben der strategischen Expansion blicken Anleger auf eine massive Umsatzsteigerung im zweiten Quartal sowie eine angehobene Prognose für das Gesamtjahr.
Kapazitätserweiterung im israelischen Verteidigungsmarkt
Der Kaufpreis für Aran Defense beläuft sich auf rund 33 Millionen US-Dollar, wobei die Transaktion wahlweise in bar oder durch die Ausgabe neuer Aktien beglichen werden kann. Mit der Übernahme sichert sich Ondas eine Produktionsfläche von etwa 4.400 Quadratmetern am Standort Caesarea in Israel. Damit stärkt das Unternehmen seine industrielle Basis zur Fertigung technologischer Verteidigungslösungen erheblich.
Aran Defense konnte seinen Umsatz in den vergangenen Jahren stetig steigern: Nach 12 Millionen US-Dollar im Jahr 2024 erwirtschaftete die Sparte im vergangenen Jahr rund 17 Millionen US-Dollar.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 wird ein Anstieg auf 26 Millionen US-Dollar bei einem positiven bereinigten EBITDA erwartet. Der vereinbarte Kaufpreis entspricht damit etwa dem 1,3-Fachen des für 2026 prognostizierten Umsatzes. Der Abschluss der Transaktion ist für das dritte Quartal 2026 geplant.
Starke Wachstumszahlen und erhöhte Jahresprognose
Zeitgleich mit der Übernahmemeldung veröffentlichte Ondas die Ergebnisse für das zweite Quartal 2026. Das Unternehmen verzeichnete einen Rekordumsatz von 83,8 Millionen US-Dollar.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem lediglich 6,3 Millionen US-Dollar erzielt wurden, entspricht dies einer Vervielfachung der Erlöse. Auch gegenüber dem ersten Quartal 2026, das einen Umsatz von 50,1 Millionen US-Dollar auswies, setzte sich der Wachstumstrend fort.
Trotz des starken Umsatzwachstums verbuchte Ondas im zweiten Quartal einen bereinigten Verlust von rund 0,19 US-Dollar je Aktie. Dennoch zeigt sich das Management für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich und hob die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf eine Spanne von 525 bis 550 Millionen US-Dollar an. Gestützt wird dieser Ausblick durch einen Auftragsbestand, der zuletzt auf 757 Millionen US-Dollar angewachsen ist.
Marktstimmung und Analysteneinschätzungen
Die Reaktion am Kapitalmarkt fiel am heutigen Handelstag verhalten positiv aus. Die Aktie notiert aktuell bei 7,80 Euro und damit 0,3 Prozent über dem gestrigen Schlusskurs. Mit diesem Niveau behauptet sich das Papier etwa 8,7 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 7,18 Euro.
Medienberichten zufolge hatten Sorgen über eine mögliche Verwässerung des Kapitals durch die aktienbasierte Übernahmekomponente den Kurs im vorbörslichen US-Handel zunächst belastet.
Analysten sehen in der aktuellen Entwicklung jedoch weiterhin erhebliches Potenzial. Das Analysehaus Ladenburg Thalmann bestätigte seine Kaufempfehlung und hob das Kursziel für die in den USA gelisteten Titel von 21,50 auf 22,75 US-Dollar an. Auch die Experten von Oppenheimer äußerten sich positiv mit einem Kursziel von 18 US-Dollar.
Dem optimistischen Ausblick steht ein hohes Short-Interest gegenüber, das zuletzt zwischen 40 und 44 Prozent des Streubesitzes lag. Zudem wurde bekannt, dass der institutionelle Investor Millennium Management im zweiten Quartal rund 5,6 Millionen Aktien veräußert hat.
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