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Symbolbild, KI-generiert

Ondas Holdings Aktie: 757-Millionen-Dollar-Auftragsbestand

Ondas Holdings meldet Rekordumsatz und erhöht Prognose, doch Verlust, Insiderverkäufe und Handelskonflikt drücken den Aktienkurs.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rekordumsatz von 83,8 Millionen Dollar
  • Prognose für 2026 angehoben
  • Insiderverkäufe belasten Aktienkurs
  • Handelskonflikt mit China verunsichert Anleger

Trotz eines historischen Umsatzrekords im zweiten Quartal und einer angehobenen Jahresprognose steht die Aktie von Ondas Holdings unter erheblichem Druck.

Ein höher als erwartet ausgefallener Verlust je Aktie, geplante Insiderverkäufe und geopolitische Spannungen im Drohnensektor belasteten den Kurs im gestrigen Handel deutlich. Am heutigen Freitag setzt sich dieser Trend leicht fort: Das Papier notiert aktuell bei 7,12 € und verliert damit rund 1,0 %.

Umsatzsprung und Rekord-Auftragsbestand

Ondas Holdings legte für das zweite Quartal 2026 beeindruckende Wachstumszahlen vor. Das Unternehmen erzielte einen Rekordumsatz von 83,8 Millionen US-Dollar. Zum Vergleich: In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres summierte sich der Umsatz damit auf 133,89 Millionen US-Dollar.

Besonders hervorzuheben ist der Auftragsbestand (Backlog), der laut Unternehmensangaben auf rund 757 Millionen US-Dollar angewachsen ist. Innerhalb eines einzigen Monats konnte Ondas neue Aufträge im Wert von 70 Millionen US-Dollar verbuchen, darunter auch Bestellungen für die israelische Angriffsdrohne „Digital Bat“.

Trotz dieser operativen Erfolge verfehlte das Unternehmen beim Ergebnis die Erwartungen des Marktes. Der Nettoverlust pro Aktie belief sich im zweiten Quartal auf 0,19 US-Dollar, während Analysten im Konsens lediglich mit einem Minus von 0,13 US-Dollar gerechnet hatten.

Dennoch blickt das Management optimistisch in die Zukunft und hob die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf eine Spanne von 525 bis 550 Millionen US-Dollar an.

Ab dem vierten Quartal rechnet das Unternehmen zudem mit einem positiven EBITDA. Gestützt werden soll dieses Wachstum auch durch die für das dritte Quartal geplante Übernahme von Aran Defense für 33 Millionen US-Dollar sowie ein neues Werk in Ohio.

Belastungsfaktoren: Insiderverkäufe und Handelskonflikt

Dass die positiven Nachrichten zur Geschäftsentwicklung am Markt verpufften, liegt zum einen an Signalen aus der Führungsebene. Medienberichten zufolge verunsicherten Meldungen über geplante Anteilsverkäufe durch Insider die Anleger.

Konkret verkaufte Richard Cohen, ein Direktor des Unternehmens, am Dienstag insgesamt 7.500 Aktien zu einem Preis von 8,96 US-Dollar. Zudem liegen Berichte über weitere geplante Verkäufe vor, was Befürchtungen über eine mögliche Verwässerung der Anteile schürte, insbesondere im Zusammenhang mit der Finanzierung der Aran-Defense-Übernahme.

Zum anderen geriet der gesamte Sektor für Drohnentechnologie durch geopolitische Verwerfungen ins Trudeln. China forderte die USA gestern auf, die sogenannten Section-232-Zölle auf Drohnen und deren Komponenten umgehend zurückzunehmen. Ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums, He Yadong, bezeichnete die Maßnahmen als diskriminierend.

Die US-Zölle, die teilweise bis zu 100 % betragen können, sollen am 3. September in Kraft treten. Da chinesische Unternehmen wie DJI mehr als zwei Drittel des globalen Drohnenmarktes kontrollieren, reagierten Anleger nervös auf die drohende Eskalation im Handelsstreit, was auch Papiere von US-Anbietern wie Ondas mit nach unten zog.

Analysten sehen weiterhin Potenzial

Während der Kurs kurzfristig korrigiert, bleiben einige Analysten für die langfristige Entwicklung zuversichtlich. Die Experten von Ladenburg Thalmann stufen die Aktie weiterhin als Kauf ein und rufen ein Kursziel von 22,75 US-Dollar auf. Sie verweisen dabei auf das enorme Wachstumspotenzial im Markt für Militärdrohnen, der bis zum Jahr 2031 jährlich um durchschnittlich 26 % wachsen soll.

An der Börse wird die aktuelle Schwächephase jedoch deutlich sichtbar. Vom 52-Wochen-Hoch bei 13,02 € ist der Wert derzeit mit einem Abstand von rund -45 % weit entfernt. Dennoch zeigt der langfristige Vergleich eine enorme Dynamik: Trotz des jüngsten Rücksetzers notiert die Aktie mit einem Plus von 133 % weiterhin massiv über ihrem 52-Wochen-Tief.

Anleger wiegen derzeit den hohen Auftragsbestand und die Expansionspläne gegen die kurzfristigen Verluste und die regulatorischen Unsicherheiten ab. Das Erreichen der Gewinnzone im vierten Quartal dürfte für die weitere Kursentwicklung der entscheidende Gradmesser sein.

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Diskussion zu Ondas Holdings

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