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Ondas Holdings Aktie: 664% mehr Manufacturers-Life-Anteile

Ondas Holdings sichert sich milliardenschwere Militäraufträge, schließt Cyberhawk-Übernahme ab und präsentiert morgen die Q2-Zahlen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Millionenschwerer Drohnenauftrag aus Israel
  • Cyberhawk-Übernahme für 118 Mio. Dollar
  • Analysten sehen Potenzial nach Akquisitionen
  • Quartalszahlen werden am Donnerstag erwartet

Ondas Holdings rückt unmittelbar vor der Veröffentlichung seiner nächsten Quartalsergebnisse durch bedeutende militärische Großaufträge und den Abschluss einer strategischen Übernahme in den Fokus. Das israelische Verteidigungsministerium (IMOD) erteilte dem Unternehmen gestern einen millionenschweren Zuschlag für die Entwicklung und Produktion von „Digital Bat“. Dabei handelt es sich um eine taktische Angriffs-Drohnenplattform der nächsten Generation, die speziell für die Anforderungen der israelischen Streitkräfte auf niedrige Kosten und hohe Effizienz optimiert wurde.

An den Märkten sorgte die Nachricht für eine positive Grundstimmung. Das Papier notiert aktuell bei 8,50 € und verzeichnet damit ein Plus von 0,9%. Zwar liegt der Titel mit diesem Niveau noch rund 35% unter seinem 52-Wochen-Hoch von Anfang Januar, doch unterstreichen die jüngsten operativen Erfolge den Transformationsprozess des Konzerns zum breit aufgestellten Verteidigungstechnologie-Akteur.

Strategische Zukäufe und militärische Auftragsdynamik

Parallel zum Erfolg in Israel schloss Ondas Holdings am Montag die Übernahme von Cyberhawk ab. Der Kaufpreis für das auf KI-gestützte Infrastrukturinspektion spezialisierte Unternehmen belief sich auf 118,2 Millionen US-Dollar in bar sowie 581.732 Stammaktien.

Durch die Integration gewinnt Ondas zusätzliche Kapazitäten im Bereich der automatisierten Anlagenüberwachung, was das Portfolio über die reine Drohnen-Hardware hinaus in Richtung Software-Intelligenz erweitert.

Die Auftragsbücher füllten sich in den vergangenen Tagen zudem durch weitere internationale Verträge. So platzierte die US Army am 5. August eine neue Bestellung im Wert von über 50 Millionen US-Dollar für unbemannte Systeme bei der Tochtergesellschaft Mistral Inc. und deren Partner UVision.

Auch die australischen Verteidigungskräfte griffen auf die Technologie der Gruppe zurück und orderten über die Tochter DZYNE Technologies Abwehrkits gegen Kleindrohnen im Wert von 6,9 Millionen US-Dollar. Im zivilen Sektor sicherte sich die Tochter Sentrycs zudem einen Auftrag zum Schutz von NFL-Spielen der Jacksonville Jaguars.

Analysten sehen Potenzial in der Diversifizierung

Die jüngste Entwicklung rief namhafte Analystenhäuser auf den Plan. Gestern initiierte Roth Capital die Beobachtung der Aktie mit einer Kaufempfehlung und rief ein Kursziel von 13,00 US-Dollar aus. Die Experten begründen diesen Schritt mit der erfolgreichen Entwicklung zu einem diversifizierten Technologieplayer, die durch insgesamt 14 Akquisitionen vorangetrieben wurde.

Bereits am 3. August hatte das Analysehaus Needham seine Kaufempfehlung bekräftigt, wenngleich das Kursziel von 23,00 US-Dollar auf 19,00 US-Dollar gesenkt wurde. Needham verwies dabei insbesondere auf die Akquisition von DZYNE Technologies und eine geschätzte Auftragspipeline, die sich auf rund 1,5 Milliarden US-Dollar beläuft. Trotz der Zielpreisanpassung sehen die Analysten in der aktuellen Marktpositionierung eine erhebliche Wachstumschance.

Verstärktes Engagement institutioneller Investoren

Das Vertrauen in die langfristige Strategie spiegelt sich auch in den jüngsten Pflichtmitteilungen großer Vermögensverwalter wider. Die Manufacturers Life Insurance Company gab heute bekannt, ihre Position im ersten Quartal um 664% auf nunmehr 129.481 Anteile aufgestockt zu haben.

Dieser Trend deckt sich mit Meldungen von Ende Juli, wonach Vanguard seine Beteiligung um knapp 40% erhöhte und BlackRock eine passive Beteiligung von 7,2% an dem Unternehmen auswies.

Zur Vorbereitung auf künftige Wachstumsphasen und Mitarbeiterbeteiligungen hat das Management zudem finanzielle Weichen gestellt. Am Dienstag wurde ein Shelf Registration Statement über 226,76 Millionen US-Dollar für einen Aktienoptionsplan eingereicht. Gleichzeitig registrierte das Unternehmen die Wiederaufnahme von über 580.000 Aktien zum Handel, die im Rahmen der Akquisitionen von Cyberhawk und World View Enterprises ausgegeben wurden.

Spannung vor dem morgigen Quartalsbericht

Die gesamte Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den morgigen Donnerstag, den 13. August. Wie das Unternehmen ankündigte, werden die Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 noch vor Handelsbeginn an der Wall Street präsentiert. Medienberichten zufolge rechnen Marktbeobachter im Konsens mit einem Umsatz von 67,97 Millionen US-Dollar. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie wird ein Verlust von 0,10 US-Dollar erwartet.

Anleger werden die Zahlen vor allem daraufhin prüfen, wie schnell sich die zuletzt gemeldeten Großaufträge in den Bilanzzahlen niederschlagen und welche Prognosen das Management für das zweite Halbjahr abgibt. Mit einem deutlichen Abstand von 17% über dem 50-Tage-Durchschnitt zeigt die Aktie eine kurzfristige relative Stärke, muss nun aber die hohen Erwartungen durch fundamentale Daten untermauern.

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Diskussion zu Ondas Holdings

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.