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OMV: Stern kann Versorgung nicht garantieren

OMV-Chef Alfred Stern warnt vor möglichen Lieferengpässen bei Öl, Gas und Kerosin. Der Iran-Konflikt erschwert Prognosen und erfordert mehr Investitionen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Keine Liefergarantie für Öl und Gas
  • Iran-Konflikt als Hauptrisikofaktor
  • Flughäfen Wien und München beliefert
  • Aktie knapp neun Prozent unter Jahreshoch

Der Chef eines der größten europäischen Energiekonzerne sagt offen: Er kann die Versorgungssicherheit nicht garantieren. OMV-Vorstandschef Alfred Stern hat gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ erklärt, er könne für das laufende Jahr keine Gewähr für die Lieferung von Kerosin, Gas und Öl übernehmen. Zu viele Unsicherheiten bestünden — vor allem durch den Iran-Konflikt.

Keine Garantien, aber klare Prioritäten

Stern fordert Energieunternehmen auf, „agil zu bleiben“ und sich auf verschiedene Szenarien einzustellen. Prognosen seien in der aktuellen Lage schlicht unvernünftig. Die oberste Priorität bleibe es, Kunden weiterhin zuverlässig zu beliefern.

Außerdem verwies Stern auf einen oft übersehenen Zusammenhang: Die Versorgungssicherheit, die Europa in den vergangenen 30 Jahren als selbstverständlich betrachtete, hat ihren Preis. Wer sie langfristig erhalten will, muss investieren.

OMV versorgt Flughäfen Wien und München

Bisher läuft das operative Geschäft störungsfrei. OMV beliefert den Flughafen Wien über eine Pipeline aus der Raffinerie Schwechat und den Flughafen München aus Burghausen. Das Unternehmen steht nach eigenen Angaben in engem Austausch mit Fluggesellschaften, darunter die Lufthansa-Gruppe.

Die OMV-Aktie schloss am Freitag bei 58,50 Euro — rund neun Prozent unter dem Jahreshoch von 64,40 Euro. Im Jahresverlauf steht dennoch ein Plus von knapp 21 Prozent zu Buche.

Wie stark der Markt auf weitere Eskalationen im Iran-Konflikt reagiert, hängt auch davon ab, ob Stern in den kommenden Wochen konkretere Signale zur Versorgungslage gibt. Der nächste Quartalsbericht dürfte zeigen, ob die bislang reibungslose Belieferung der Flughäfen anhält.

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