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Symbolbild, KI-generiert

OMV: Shell zahlt 16,4 Milliarden für ARC

Die OMV-Aktie lockt mit niedrigem KGV und hoher Dividendenrendite, kämpft aber mit Förderausfällen und Margendruck im ersten Quartal 2026.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • KGV von 7,6 und 8,2 Prozent Dividendenrendite
  • Förderrückgang durch Iran-Krieg belastet
  • Absicherungsverluste von 100 Millionen Euro
  • Börsengang von Borouge auf 2027 verschoben

Shell kauft für 16,4 Milliarden Dollar ein kanadisches Gasunternehmen — mit einem Aufschlag von 27 Prozent auf den Börsenkurs. Das lenkt den Blick auf europäische Energiekonzerne, die an der Börse deutlich günstiger bewertet sind. OMV gehört dazu.

Bewertungslücke im Sektorvergleich

Mit einem erwarteten KGV von 7,63 für 2026 und einer Dividendenrendite von 8,2 Prozent notiert OMV am unteren Ende der Branchenbewertung. Der Kontrast zu den Übernahmeprämien im Sektor ist deutlich. Die Aktie kostet aktuell 59,70 Euro — rund 39 Prozent über dem Jahrestief vom vergangenen Sommer, aber noch knapp sechs Prozent unter dem April-Hoch.

Operatives Quartal unter Druck

Das erste Quartal 2026 verlief für OMV holprig. Der Iran-Krieg drückte die Fördermenge von 300.000 auf 288.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Unterbrochene Rohölströme kosten den Konzern einmalige Absicherungsverluste von rund 100 Millionen Euro.

Hinzu kommen rund 150 Millionen Euro Belastung im Fuels-Segment. Niedrigere Margen im Endkundengeschäft und geplante Raffineriewartungen sind die Ursache. Gestiegene Energiepreise sollen diese Effekte aber mehr als ausgleichen.

Auf der regulatorischen Seite hat OMV einen Konflikt beigelegt. Die österreichische Spritpreisbremse verpflichtet Kraftstoffanbieter zu einer Margensenkung von 5 Cent je Liter. OMV hatte die Umsetzung zunächst verweigert — und scheiterte damit bei der Regulierungsbehörde E-Control.

Borouge-Verschiebung und Dividende

Im Chemiegeschäft läuft es besser. Die Auslastung der Steamcracker stieg von 72 auf 91 Prozent. Ab dem zweiten Quartal rechnet das Management mit einem stabilen Ergebnisbeitrag von rund 140 Millionen Euro pro Quartal aus dem Joint Venture Borouge Group International.

Das Börsendebüt von Borouge an der Abu Dhabi Stock Exchange verschiebt sich allerdings auf 2027. Die Folge: Die Dividendeneinnahme aus dem Venture halbiert sich 2026 auf 250 Millionen Dollar.

Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 4,40 Euro je Aktie vor — inklusive einer Sonderdividende von 1,25 Euro. Die Hauptversammlung stimmt am 27. Mai darüber ab. Das Ex-Datum wäre der 8. Juni.

Die vollständigen Q1-Zahlen legt OMV am 30. April vor. Dann zeigt sich, ob die gestiegenen Energiepreise die operativen Belastungen tatsächlich überwiegen.

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