Der letzte Baustein ist da. OMV Petrom, die rumänische Tochter der OMV, hat das vierte und letzte Modul ihres 20-MW-Elektrolyseurs für die Raffinerie Petrobrazi erhalten. Ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltige Kraftstoffe.
3.000 Tonnen grüner Wasserstoff pro Jahr
Der Elektrolyseur soll künftig rund 3.000 Tonnen grünen Wasserstoff jährlich produzieren. Eingesetzt wird er direkt in den Raffinerieprozessen – vor allem für nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) und hydriertes Pflanzenöl (HVO). Die CO₂-Emissionen sollen über den gesamten Lebenszyklus um mindestens 65 Prozent sinken. Die Technik liefert Neuman & Esser aus Deutschland.
Das 20-MW-Projekt ist nur ein Teil des größeren Plans. Ein weiteres 35-MW-Vorhaben für grünen Wasserstoff in Petrobrazi ist in Arbeit. Insgesamt investiert OMV Petrom 750 Millionen Euro in das SAF/HVO-Programm. Davon entfallen 560 Millionen Euro auf die Produktionsanlage, 190 Millionen Euro auf die beiden Wasserstoff-Einheiten. Rund 21 Millionen Euro stammen als nicht rückzahlbare Mittel aus dem Nationalen Aufbau- und Resilienzplan (PNRR). Die neue Anlage soll 250.000 Tonnen Jahreskapazität erreichen. Das macht OMV Petrom zu einem der größten Produzenten nachhaltiger Kraftstoffe in Südosteuropa.
Kurs rutscht weiter
An der Börse lief es zuletzt weniger grün. Die OMV-Aktie schloss am Freitag bei 53,55 Euro – ein Minus von 2,37 Prozent an einem Tag. Auf die Woche gerechnet stehen 3,86 Prozent Verlust zu Buche. Seit Jahresbeginn bleibt noch ein Plus von 10,69 Prozent.
Der RSI über 14 Tage liegt bei 29,8 Punkten. Das deutet auf eine überverkaufte Situation hin. Die 200-Tage-Linie bei 53,09 Euro hat die Aktie nur knapp über sich – mit 0,88 Prozent Abstand. Der Höchstkurs der vergangenen 52 Wochen bei 64,40 Euro vom Mai 2026 ist inzwischen 16,85 Prozent entfernt.
OMV will mit der Strategie 2030 zum integrierten Anbieter für nachhaltige Energie, Kraftstoffe und Chemikalien werden. Bis 2050 peilt der Konzern Netto-Null-Emissionen an – über alle drei Scopes. Ein ambitionierter Plan, der jetzt mit konkreten Anlagen in Rumänien untermauert wird.
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