OMV passt die Besetzung seines Kontrollgremiums erneut an. Dieses Mal wechselt eine wichtige Position auf der Seite der Arbeitnehmervertreter. Das Unternehmen setzt damit die personelle Erneuerung im Aufsichtsrat fort.
Wechsel im Aufsichtsrat
Nicole Schachenhofer ist zum 2. Juli 2026 aus dem Aufsichtsrat der OMV AG ausgeschieden. Ihre Rolle als Belegschaftsvertreterin übernimmt Karin Teufel. Alfred Redlich, Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrats, bestätigte diesen Schritt offiziell. Laut Redlich verlief die Neubesetzung nach allen vorgeschriebenen internen Vorgaben.
Diese Personalie folgt auf eine Reihe von Veränderungen im Kontrollrat. Erst im Mai wählte die Hauptversammlung mit Andreas Klauser und Ahmed El-Hoshy zwei neue Mitglieder in das Gremium. Der Konzern richtet seine Führungsmannschaft damit weiter auf die langfristige Transformation aus.
Kurs auf nachhaltige Energie
Der integrierte Öl- und Gaskonzern befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Bis zum Jahr 2050 will OMV das Ziel von Netto-Null-Emissionen erreichen. Der Fokus verschiebt sich dabei konsequent in Richtung nachhaltiger Energie, Kraftstoffe und Chemikalien.
Wichtige Pfeiler dieser Strategie bleiben die Mehrheitsbeteiligung an OMV Petrom sowie die Hälfte der Anteile an Borouge International. Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 24 Milliarden Euro. Rund 22.300 Mitarbeiter tragen diesen Kurs weltweit mit.
Starke Performance an der Börse
Anleger reagierten gelassen auf die Nachricht aus der Belegschaftsvertretung. Die Aktie setzt ihren seit Monaten stabilen Aufwärtstrend fort. Seit Jahresbeginn kletterte der Kurs bereits um mehr als 27 Prozent nach oben.
Aktuell notiert das Papier bei 61,60 Euro. Damit liegt der Kurs nur noch rund vier Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom Mai. Die Kursentwicklung deutet darauf hin, dass der Markt die strategische Neuausrichtung des österreichischen Schwergewichts derzeit positiv bewertet.
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