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OMV: Deka erzwingt Sonderdividenden-Debatte

Deka Investment fordert Sonderdividende nach Borouge-Kürzung und lehnt Vergütungsreform des OMV-Vorstands ab.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Deka fordert Sonderdividende
  • Borouge-Ausschüttung halbiert sich
  • OMV-Vergütungsreform stößt auf Widerstand
  • Aktie trotzt dem Konflikt

Am Tag der Hauptversammlung macht Deka Investment Druck. Der Fondsriese fordert eine Sonderdividende — und verweigert die Zustimmung zu den geplanten Vorstandsboni.

Borouge-Kürzung trifft Aktionäre direkt

Der Auslöser ist das Chemie-Joint-Venture Borouge International. OMV betreibt es gemeinsam mit der staatlichen Ölgesellschaft Adnoc aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Wegen schwieriger Marktbedingungen verschoben die Partner den geplanten Börsengang auf 2027 — und halbierten die Ausschüttung für das laufende Jahr.

Für OMV bedeutet das: Der Dividendenbeitrag von Borouge sinkt von geplanten 500 Millionen auf 250 Millionen US-Dollar. Für Aktionäre entspricht das einem Einbußen von rund 60 bis 70 Cent je Aktie.

Deka-Expertin Cornelia Zimmermann fordert deshalb, dass OMV diesen Ausfall kompensiert — durch eine Sonderdividende oder eine höhere Ausschüttungsquote. Schon für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 sinkt die Dividende auf 4,40 Euro je Aktie. Im Vorjahr waren es noch 4,75 Euro.

Boni lockern, während Aktionäre verzichten

Parallel dazu greift Deka die geplante Vergütungsreform an. Das OMV-Management will das Bonussystem vereinfachen: Kurzfristige Jahresboni sollen künftig vollständig in bar ausgezahlt werden. Die Haltepflichten für OMV-Aktien will der Vorstand ebenfalls lockern.

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Deka kündigt an, diesem System auf der Hauptversammlung die Zustimmung zu verweigern. Die Botschaft dahinter ist klar: Erleichterungen für das Management, während Aktionäre Kürzungen hinnehmen — das passt nicht zusammen.

Kurs nahe Jahreshoch, trotz Gegenwind

Die Aktie zeigt sich von dem Konflikt bisher wenig beeindruckt. Mit einem Kursplus von rund 29 Prozent seit Jahresanfang gehört OMV zu den stärkeren Titeln im europäischen Energiesektor. Aktuell notiert das Papier bei 62,50 Euro — nur gut zwei Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 63,85 Euro.

Das Ergebnis der Hauptversammlung entscheidet, ob Deka mit seinem Widerstand allein bleibt oder weitere Investoren nachziehen. Stimmt eine relevante Minderheit gegen das Vergütungssystem, steigt der Druck auf den Vorstand deutlich.

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