OMV hat am 29. Oktober die Prognose für die organischen Investitionsaufwendungen auf rund EUR 3,5 Mrd angehoben. Die höhere Planung gilt für 2026. Zugleich setzte das Unternehmen seine Erwartungen für den durchschnittlichen Brent-Preis und die europäische Raffineriemarge herauf.
Höhere Preisannahmen und Sondersteuern
Für 2026 erwartet OMV einen durchschnittlichen Brent-Preis von über USD 95/bbl. Die Prognose für die europäische Raffineriemarge erhöhte das Unternehmen auf rund USD 25/bbl.
Das vor rund zwei Wochen veröffentlichte Quartalsergebnis zeigte einen deutlichen Anstieg: Im dritten Quartal 2026 wuchs das CCS operative Ergebnis vor Sondereffekten um 68 % auf EUR 2,12 Mrd. Nach einem Bericht der APA profitierte OMV von hohen Öl- und Gaspreisen sowie gestiegenen Raffineriemargen.
Sondersteuern in Österreich und Rumänien belasteten das Ergebnis dagegen nach Angaben von Vorstandschefin Emma Delaney mit EUR 200 Mio., wie die APA berichtete.
Für das Gasprojekt Neptun Deep bezifferte Delaney gegenüber Reuters den erwarteten jährlichen Beitrag zum bereinigten CCS-Betriebsergebnis auf rund eine halbe Milliarde Euro. Diese Erwartung gilt bei voller Plateauproduktion. Der vor rund zwei Wochen erläuterte Förderstart ist für das erste Halbjahr 2027 geplant.
Analysten setzen unterschiedliche Akzente
Medienberichten zufolge stufte Morgan Stanley OMV am Freitag auf „Underweight“ herab und setzte das Kursziel auf EUR 67.
BNP Paribas erhöhte dagegen am Mittwoch das Kursziel von EUR 64 auf EUR 70 und beließ die Einstufung bei „Neutral“, ebenfalls Medienberichten zufolge. Die beiden Häuser verbanden ihre jüngsten Zielmarken damit mit unterschiedlichen Anlageurteilen. Das höhere Kursziel von BNP Paribas ging nicht mit einer besseren Einstufung einher.
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