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OMV Aktie: Emma Delaney wird CEO

Emma Delaney wird neue OMV-Chefin, Aufsichtsrat reformiert Vergütung und startet neue Hybridanleihe.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Erste Frau an der OMV-Spitze
  • Aufsichtsrat mit neuen Mitgliedern
  • Vergütungspolitik grundlegend überarbeitet
  • Neue Hybridanleihe bis 750 Mio. Euro geplant

Emma Delaney wird neue OMV-CEO. Der Aufsichtsrat hat die langjährige BP-Managerin zur Vorstandsvorsitzenden ernannt. Sie tritt ihr Amt am 1. September 2026 an – als erste Frau an der Konzernspitze. Zeitgleich hat sich das Kontrollgremium neu formiert. Hauptversammlung und Aufsichtsrat stimmten weitreichenden Governance-Reformen zu.

CEO-Wechsel und neuer Aufsichtsrat

Delaney bringt mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung in der Energiebranche mit. Ihre Schwerpunkte: Transformation, Portfolioentwicklung und nachhaltige Wertschöpfung.

Parallel dazu hat die Hauptversammlung den Aufsichtsrat neu aufgestellt. Edith Hlawati und Patrick Lammers wurden mit 91,6 beziehungsweise 94,5 Prozent Zustimmung wiedergewählt.

Andreas Klauser und Ahmed El-Hoshy zogen mit 99,1 beziehungsweise 98,9 Prozent erstmals in das Gremium ein. Zwei Mandate waren vakant, zwei durch Rücktritt frei geworden. Der Aufsichtsrat besteht nun aus zehn Kapitalvertretern und fünf Arbeitnehmervertretern.

Governance-Reformen mit breiter Zustimmung

Die Aktionäre segneten eine überarbeitete Vergütungspolitik für den Vorstand ab. 97,1 Prozent stimmten zu. Das Unternehmen will Leistung und Vergütung enger verknüpfen, die strategische Ausrichtung schärfen und die Transparenz erhöhen.

Konkret ändert sich der Jahresbonus: Er wird künftig komplett in bar ausgezahlt. Bislang musste mindestens ein Drittel in Aktien angelegt und für drei Jahre gesperrt werden. Diese Regelung entfällt. Zudem streicht OMV die Change-of-Control-Klausel, die bei einem Eigentümerwechsel eine beschleunigte Bonusauszahlung ermöglichte. Der Vergütungsbericht wurde mit 95,6 Prozent angenommen.

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Finanzvorstand bleibt – Hybridanleihe in Vorbereitung

Finanzvorstand Reinhard Florey bleibt bis Juni 2029 im Amt. Das sichert personelle Kontinuität auf der Finanzseite, während Delaney ab September die operative Führung übernimmt.

Gleichzeitig arbeitet OMV an der Kapitalstruktur. Der Vorstand hat beschlossen, die vor sechs Jahren begebene Hybridschuldverschreibung über 750 Millionen Euro zu kündigen und zurückzuzahlen. Parallel prüft OMV eine neue Hybridanleihe mit einem möglichen Volumen von bis zu 750 Millionen Euro. Eine Emission könnte frühestens im Juni 2026 erfolgen, braucht aber noch die Zustimmung des Aufsichtsrats. Hybridkapital gilt bei Ratingagenturen teilweise als Eigenkapital und verschafft OMV in einer Phase großer Investitionen Bilanzspielraum.

Vorsichtiger operativer Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr gibt sich die OMV vorsichtig. Der Konzern erwartet einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von rund 65 US-Dollar pro Barrel. Die eigene Öl- und Gasproduktion soll leicht unter 300.000 Barrel Öläquivalent pro Tag liegen – unter der Voraussetzung, dass die Geschäftstätigkeit in Libyen ohne Einschränkungen verläuft.

Die geplanten organischen Investitionen beziffert das Unternehmen für 2026 mit rund 3,2 Milliarden Euro. Im ersten Quartal war das bereinigte operative Ergebnis des Energy-Segments um 21 Prozent auf 723 Millionen Euro gesunken. Haupttreiber waren negative Markteffekte und geringere Absatzvolumina.

Die OMV-Aktie notiert bei 63,25 Euro – nur 0,94 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn legte der Kurs um 30,74 Prozent zu.

Die nächste operative Standortbestimmung folgt am 31. Juli mit den Halbjahreszahlen. Dann ist Delaneys Amtsübernahme nur noch wenige Wochen entfernt – der neue Aufsichtsrat ist bereits im Amt und begleitet den Übergang.

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