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Symbolbild, KI-generiert

OMV Aktie: Börsengang verschoben

Der Wiener Energiekonzern OMV verschiebt den geplanten Börsengang der Borouge Group und kündigt eine neue CEO an. Die Produktion sank, während die Rohstoffpreise stiegen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Börsengang von Borouge auf 2027 verlegt
  • Emma Delaney wird neue OMV-Chefin ab 2026
  • Produktion von Kohlenwasserstoffen ging zurück
  • Aktie notiert mit Wochenverlust von 2,66%

Bei OMV überschlagen sich die Ereignisse. Emma Delaney übernimmt ab Herbst 2026 als erste Frau die Führung des Wiener Energiekonzerns. Parallel dazu wackelt der Zeitplan für einen zentralen Börsengang. Das drückt auf die Stimmung.

Neue Führung, neuer Zeitplan

Der Aufsichtsrat hat Delaney als Nachfolgerin für den scheidenden CEO Alfred Stern nominiert. Sie wechselt vom britischen Konkurrenten BP nach Wien. Ihr Ziel: OMV zu einem integrierten Unternehmen für nachhaltige Chemikalien umbauen. Ein wichtiger Baustein dafür ist die neue Borouge Group International. OMV kontrolliert diesen riesigen Kunststoffproduzenten gemeinsam mit der ADNOC.

Der operative Start des Gemeinschaftsunternehmens lief nach Plan. Allerdings verschiebt das Management nun den geplanten Börsengang. Wegen der hohen Marktvolatilität im Nahen Osten peilt OMV die Transaktion erst für 2027 an. Die Folge: Kurzfristige Einnahmen fehlen. Das bremst den Fahrplan für den Schuldenabbau spürbar.

Produktion sinkt, Preise steigen

Das Trading Update für das erste Quartal liefert ein gemischtes Bild. Die Kohlenwasserstoffproduktion sank auf 288.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Konflikte im Nahen Osten und schlechte Verladepläne drosselten die Förderung. Im Gegenzug profitierte OMV von gestiegenen Rohstoffpreisen. Der realisierte Rohölpreis kletterte deutlich auf 73,80 US-Dollar pro Barrel.

Dennoch verbuchte die Kraftstoffsparte einmalige Hedging-Verluste von rund 100 Millionen Euro. Unterbrechungen der Rohölströme verursachten diese Kosten. An der Börse reagieren Investoren verhalten. Die Aktie gab zuletzt leicht auf 58,45 Euro nach. Auf Wochensicht steht ein Minus von 2,66 Prozent auf der Anzeigetafel. Trotzdem verteidigt das Papier ein starkes Jahresplus von knapp 21 Prozent.

Analysten passen ihre Modelle bereits an. Die Berenberg Bank senkte das Kursziel leicht auf 55 Euro und verweist auf die schwächere Produktion. Die Experten sehen aber langfristiges Potenzial in der neuen Borouge-Struktur. Am morgigen 16. April präsentiert das Management auf einer virtuellen Investorenkonferenz weitere Details zur Strategie. Am 30. April folgen dann die finalen Quartalszahlen.

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Redaktion Kapitalmarktexperten

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