Die OMV gerät zunehmend ins Visier kritischer Analysten. Innerhalb weniger Wochen haben gleich zwei internationale Banken ihre Einschätzung zur österreichischen Energieaktie nach unten korrigiert. Während Goldman Sachs bereits im Januar auf „Sell“ herabstufte, zog nun auch RBC Capital Markets nach – mit klarer Begründung: Das Branchenumfeld trübt sich ein.
RBC senkt Kursziel deutlich
Die kanadische Investmentbank hat die Einstufung von „Sector Perform“ auf „Underperform“ gesenkt. Das Kursziel fiel von 50 auf 47 Euro. Die Analysten erwarten, dass der Konzern kurzfristig unter dem schwierigen Marktumfeld im Energiesektor leiden wird.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
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- Doppelte Herabstufung: Goldman Sachs und RBC Capital Markets senken ihre Bewertung innerhalb weniger Wochen
- Neues Kursziel: RBC sieht die Aktie bei 47 Euro (aktuell: 50,10 Euro)
- Dividendenerwartung: Analysten rechnen für 2025 mit 4,45 Euro je Aktie
- Stichtag: Jahreszahlen 2025 werden am 4. Februar veröffentlicht
Strategie 2030 unter Beobachtung
Parallel zum Gegenwind von Analystenseite verfolgt die OMV ihre „Strategie 2030“, die eine schrittweise Transformation hin zu nachhaltigeren Geschäftsfeldern vorsieht. Investitionen in grünen Wasserstoff gehören zu den Eckpfeilern dieser Neuausrichtung.
Die Nachhaltigkeitsbemühungen stoßen allerdings auch auf Skepsis. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) veröffentlichte im Dezember einen „Greenwashing-Check“, der die Substanz der grünen Kommunikation des Konzerns kritisch hinterfragt.
Jahreszahlen als Richtungsentscheid
Am 4. Februar legt die OMV ihre endgültigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 vor. Diese Zahlen dürften zeigen, wie gut der Konzern operativ durch das schwierige Marktumfeld gekommen ist. Zudem rechnet der Markt mit Hinweisen zur Dividendenpolitik – ein entscheidender Faktor für viele Anleger in der Bewertung der Aktie.
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