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OMV: 32 Prozent Plus seit Jahresanfang

Der Öl- und Gaskonzern OMV nähert sich mit starken Quartalszahlen und einer neuen Anleihe dem 52-Wochen-Hoch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie steuert auf Jahreshoch zu
  • Neue Hybridanleihe über 750 Millionen Euro
  • Chemiesparte treibt operatives Ergebnis an
  • Investitionsplan von 3,4 Milliarden Euro bestätigt

Der österreichische Energiekonzern OMV reitet an der Börse auf einer Erfolgswelle. Während das operative Geschäft stabile Gewinne abwirft, sichert sich das Management frisches Kapital über den Anleihemarkt. Diese Kombination kommt bei Investoren hervorragend an.

Die Papiere rücken dicht an das 52-Wochen-Hoch von 64,40 Euro heran. Aktuell kostet ein Anteilsschein 63,95 Euro. Ein Aufwärtstrend wie aus dem Lehrbuch.

Seit Jahresanfang verzeichnet das Wertpapier ein Plus von gut 32 Prozent. Auch der Abstand zur wichtigen 50-Tage-Linie fällt mit knapp fünf Prozent komfortabel aus.

Frisches Kapital ohne Verwässerung

Parallel dazu steuert der Konzern aktiv seine Kapitalstruktur. OMV gibt eine neue nachrangige Hybridschuldverschreibung heraus. Das Volumen beläuft sich auf 750 Millionen Euro. Die Papiere haben keine feste Laufzeit. Sie notieren ab dem 10. Juni an den Börsen in Luxemburg und Wien.

Aktionäre atmen auf. Das Unternehmen stärkt seine Bilanz, ohne neue Aktien auszugeben. Solche Hybrid-Instrumente stützen die Kapitalbasis effektiv.

Chemiegeschäft liefert Gewinne

Den operativen Unterbau für die gute Stimmung liefern die jüngsten Quartalszahlen. Das bereinigte operative Ergebnis erreichte 1,025 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 323 Millionen Euro.

Die einzelnen Sparten entwickelten sich dabei unterschiedlich. Im klassischen Energiebereich sanken die Erträge. Das Chemiegeschäft legte hingegen deutlich zu und steuerte 245 Millionen Euro bei. Bessere Margen federten hier die Schwächen in anderen Segmenten ab.

Fokus auf Ölpreis und Margen

Für das laufende Jahr hält der Vorstand an seinen Zielen fest. Das Management plant Investitionen von rund 3,4 Milliarden Euro. Dabei kalkuliert OMV mit einem durchschnittlichen Ölpreis zwischen 85 und 95 US-Dollar pro Barrel.

Hält der Brent-Preis dieses Niveau, stützt das die Erträge im Fördergeschäft. Fällt die Notierung, gerät die hohe Bewertung schnell unter Druck. Kurzfristig entscheidet sich nun direkt am Chart, ob der Kurs sein Jahreshoch nachhaltig durchbricht.

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