OMV Petrom nimmt in der Raffinerie Petrobrazi eine neue Aromaten-Anlage in Betrieb. Damit schließt die rumänische Tochtergesellschaft ein 140 Millionen Euro teures Projekt ab. Für die Muttergesellschaft OMV kommt diese Nachricht zur rechten Zeit.
Die neue Einheit produziert jährlich 150.000 Tonnen Benzol und Toluol. Allein die Kapazität für Toluol verdoppelt sich damit auf rund 100.000 Tonnen pro Jahr. Das Management will so den Produktionsmix optimieren und die Effizienz steigern.
Milliarden für den Standort Petrobrazi
Petrobrazi bleibt ein Schwerpunkt der Konzernstrategie. Der Konzern investierte seit der Privatisierung bereits über zwei Milliarden Euro in den Standort. Parallel dazu entsteht dort ein weiteres Großprojekt für nachhaltige Kraftstoffe.
Dieses Vorhaben umfasst ein Volumen von rund 750 Millionen Euro. Es kombiniert die Erzeugung von grünem Wasserstoff mit Anlagen für synthetische Kraftstoffe. OMV zielt damit auf Produkte mit höherer Wertschöpfung ab.
Technische Erholung und Analysten-Votum
Die Aktie reagiert am Montag mit einem leichten Plus auf 56,05 Euro. Trotz der Erholung verlor das Papier im vergangenen Monat über zehn Prozent an Wert. Der Relative-Stärke-Index deutet mit 36,1 eine technisch überverkaufte Lage an.
Die Baader Bank hält an ihrer Einschätzung fest. Analyst Frederic Lorec bestätigt das Rating „Add“ und ein Kursziel von 71,50 Euro. Er verweist dabei auf die erwartete Ausschüttung von 4,40 Euro je Aktie.
Ende Juli folgt der detaillierte Halbjahresbericht. Zuvor veröffentlicht OMV ein Trading Update für das zweite Quartal. Der Bericht liefert die harten Zahlen zur Profitabilität der neuen Chemie-Strukturen.
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