Die Omnicom-Aktie zeigt sich nervös. Grund ist der massive Umbau nach der milliardenschweren Übernahme des Konkurrenten Interpublic Group (IPG). Während das Management auf langfristige Synergien setzt, schockieren drastische Kostenschnitte und der Abschied von legendären Marken die Branche.
Radikaler Schnitt: Tausende Jobs und ikonische Marken fallen
Der Konzern hat den Fahrplan für die Integration vorgelegt – und er ist brutal. In einem globalen Townhall-Meeting bestätigte die Führung um CEO John Wren tiefgreifende Einschnitte. Mehr als 4.000 Stellen weltweit werden gestrichen, vor allem in Verwaltung und Führungsetagen.
Noch symbolträchtiger: Historische Agenturmarken verschwinden von der Landkarte. DDB, FCB und MullenLowe werden in größere Netzwerke absorbiert. FCB geht in BBDO auf, DDB und MullenLowe werden in TBWA integriert. Die neue Struktur setzt auf eine zentrale Daten- und Analytikebene mit Acxiom und Annalect im Kern. Wren verspricht sich von den Maßnahmen jährliche Kosteneinsparungen von 750 Millionen Dollar.
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Zahlen gegen den Trend: Institutionelle Anleger greifen zu
Trotz der turbulenten Neuausrichtung liefert Omnicom solide Fundamentaldaten. Das Unternehmen übertraf die Erwartungen der Analysten im jüngsten Quartal deutlich.
* Gewinn je Aktie: 2,24 US-Dollar (Konsens: 2,17 US-Dollar)
* Umsatzwachstum: +4,0 % auf 4,04 Milliarden US-Dollar
* Dividenden-Plus: Das Board erhöhte die Quartalsdividende um 14 % auf 0,80 US-Dollar, was eine attraktive Dividendenrendite von etwa 4,4 % bedeutet.
Diese Stärke überzeugt große Investoren. Institutionen wie JPMorgan, Goldman Sachs und Quantbot Technologies LP haben ihre Positionen im zweiten Quartal massiv aufgestockt. Die institutionelle Beteiligung liegt nun bei rund 92 %. Parallel finalisierte Omnicom am 2. Dezember die Finanzierung des Deals durch die Ausgabe neuer Anleihen im Volumen von 2,76 Milliarden Dollar.
Warten auf die Trendwende?
Die Aktie notiert aktuell im Abwärtstrend und verlor zuletzt über 3 %. Sie bewegt sich zwischen einem 52-Wochen-Tief von 68,37 und einem Hoch von 105,49 US-Dollar. Die Wall Street bleibt dennoch vorsichtig optimistisch: Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 96,57 Dollar bei einem „Moderate Buy“-Rating. Die Frage ist, wann die harten Restrukturierungsmaßnahmen die erhofften Früchte tragen und den Kurs beflügeln werden.
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