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OHB SE Aktie: Bewölkter Ausblick!

Die Prüfung des geplanten Gemeinschaftsunternehmens für das Milliardenprojekt SATCOMBw durch das Bundeskartellamt belastet die OHB-Aktie. Das operative Geschäft liefert derweil Rekordzahlen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kartellprüfung drückt Aktie um bis zu 10 Prozent
  • Joint Venture zielt auf Milliardenauftrag SATCOMBw
  • Rekordauftragsbestand und Umsatzwachstum für 2025
  • Management hebt mittelfristige Umsatzziele an

Das Bundeskartellamt prüft das geplante Joint Venture zwischen OHB und Rheinmetall Digital — und der Markt reagierte prompt. Spekulationen über einen langwierigen Genehmigungsprozess schickten die Bremer Raumfahrtaktie zeitweise rund 10 Prozent ins Minus auf 268,00 Euro.

Dabei trifft die Unsicherheit ausgerechnet das Projekt, das Anleger zuletzt am stärksten bewegt hatte. Unter dem Aktenzeichen V-32/26 prüfen die Wettbewerbshüter das Gemeinschaftsunternehmen, das OHB bereits am 20. März angemeldet hatte. Hinter dem Vorhaben steckt ein handfester Milliarden-Anreiz.

SATCOMBw: Das Projekt, das alles verändert

Das geplante Joint Venture zielt auf das Bundeswehr-Großprojekt SATCOMBw Stufe 4 — ein hochsicheres, satellitengestütztes Kommunikationsnetz mit rund 100 Satelliten bis 2029 und einem Gesamtvolumen von acht bis zehn Milliarden Euro. OHB soll innerhalb des Bieterkonsortiums mit Rheinmetall und Airbus für Satellitenbau und Engineering verantwortlich sein.

Analysten von NuWays beziffern den potenziellen OHB-Anteil auf 2,7 bis 3,3 Milliarden Euro und bestätigten ihr Kursziel von 272,00 Euro. Die Chancen auf einen Zuschlag für das nationale Bündnis schätzen sie als hoch ein.

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Starkes Fundament, angehobene Ziele

Unabhängig vom Kartellverfahren liefert das operative Geschäft beeindruckende Zahlen. OHB meldete für 2025 einen Rekordauftragsbestand von 3,19 Milliarden Euro — ein Plus von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stieg um 21 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA übertraf mit 125,6 Millionen Euro die eigenen Ziele.

Auf dem Capital Market Day 2026 hob das Management die mittelfristigen Ziele an: Für 2026 peilt OHB einen Output von 1,4 Milliarden Euro mit einer EBITDA-Marge von 11 Prozent an. Bis 2028 soll die Zwei-Milliarden-Marke fallen. Das Delisting steht laut Vorstand nicht zur Debatte.

Den nächsten konkreten Datenpunkt liefert OHB am 7. Mai 2026 mit den Q1-Zahlen. Bis dahin dürfte jede Neuigkeit aus Bonn — ob Freigabe oder Verlängerung der Kartellprüfung — den Kurs maßgeblich bewegen.

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