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OHB: KKR-Verkauf bis 30. Juni verschoben

Der geplante Aktienverkauf des Großinvestors KKR bei OHB ist verschoben. Operativ läuft das Geschäft gut, doch Kapitalmarktpläne sorgen für Unsicherheit.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • KKR verschiebt milliardenschweren Aktienverkauf
  • Bankenkonsortium wächst auf sieben Institute
  • OHB sichert sich Bundeswehr-Auftrag auf ILA
  • Neuer COO startet im Juli bei OHB

Der SpaceX-Börsengang wirft seine Schatten voraus. Eigentlich wollte der Finanzinvestor KKR am heutigen Freitag ein milliardenschweres Aktienpaket des Raumfahrtunternehmens OHB platzieren. Die Transaktion liegt nun auf Eis. Ein IPO dieser Größenordnung bindet schlichtweg zu viel Kapital und Bankenkapazitäten.

Zeitdruck für das Bankenkonsortium

KKR hält rund 29 Prozent an OHB. Der Investor plant den Verkauf von etwa 20 Prozent der Anteile. Die Frist für die Platzierung läuft bereits am 30. Juni ab.

Das Bankenkonsortium wächst derweil an. Berenberg, Commerzbank, Jefferies und UniCredit unterstützen nun das bisherige Trio aus Deutscher Bank, Goldman Sachs und JPMorgan.

Gelingt der Verkauf, steigt der Streubesitz deutlich an. Aktuell liegt dieser bei mageren sechs Prozent. Ein Anstieg auf rund 26 Prozent würde die Aktie liquider machen. Die Gründerfamilie Fuchs behält mit 65 Prozent der Stimmrechte die klare Kontrolle.

Solides Geschäft, nervöse Aktionäre

Operativ läuft es rund. Auf der ILA Berlin sicherte sich OHB eine Rolle im Aufklärungssatellitensystem „Spock 2“ für die Bundeswehr. Partner bei diesem Projekt sind Airbus und Rheinmetall.

Die Zahlen stützen den Kurs. Im ersten Quartal stieg die Gesamtleistung um 15 Prozent. Das bereinigte EBITDA legte parallel um 37 Prozent auf 27,3 Millionen Euro zu.

Trotz guter Zahlen herrscht Unsicherheit. Die „Börsen-Zeitung“ berichtet über eine mögliche milliardenschwere Kapitalerhöhung. Die Hauptversammlung hat entsprechende Ausgaben von Wandelanleihen bereits genehmigt. Die Folge: Anleger fürchten eine Verwässerung.

Die Börse reagiert dennoch besonnen. Die OHB-Aktie notiert aktuell stabil bei 411,50 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit ein massives Plus von 238,68 Prozent auf der Anzeigetafel. Das Rekordhoch bei 688,00 Euro bleibt allerdings ein gutes Stück entfernt.

Neue Führung und ein enger Zeitplan

Unabhängig von Kapitalmarktfragen baut OHB die Führungsebene um. Luis Alejandro Orellano startet am 1. Juli als neuer Chief Operating Officer. Er kommt von ThyssenKrupp Marine Systems. Orellano soll die Umsetzung von Großprojekten enger mit der industriellen Fertigung verzahnen.

Für Aktionäre rückt nun ein straffer Kalender in den Fokus. Am 25. Juni wird die Aktie ex-Dividende gehandelt. Die KKR-Platzierung muss zwingend vor dem 30. Juni über die Bühne gehen. Ab dem 1. Juli öffnet sich schließlich das Startfenster für die RFA-Rakete in Schottland.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.