Mit einem Rekord-Auftragsbestand im Rücken startet das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB in das neue Geschäftsjahr. Die vorgelegten Quartalszahlen übertreffen die Erwartungen und treiben den Aktienkurs im vorbörslichen Handel um fast sieben Prozent nach oben.
Im ersten Quartal steigerte der Konzern seinen Umsatz um 15 Prozent auf knapp 201 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis wuchs im gleichen Schritt mit und lieferte eine stabile Marge von 9,7 Prozent. Konzernchef Marco Fuchs sieht das Unternehmen durch diese robuste Ertragskraft gut gestützt.
Milliarden-Aufträge sichern Auslastung
Das Management blickt auf ein historisch hohes Auftragspolster. Der Bestand kletterte auf den neuen Rekordwert von 3,35 Milliarden Euro. Ein wesentlicher Treiber für diese Entwicklung ist der EPS-Sterna-Vertrag, der ein Volumen von 250 Millionen Euro für den Bau von 20 Satelliten umfasst.
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Hinzu kommen weitere strategische Mandate. Die europäische Weltraumorganisation ESA beauftragte OHB mit der RAMSES-Mission zur planetaren Verteidigung. Parallel dazu trieb das Unternehmen die Entwicklung der Eaglet-II-Konstellation voran, die künftig aus 16 Satelliten bestehen soll. Auch die Vorbereitungen für den Erstflug der Trägerrakete Ariane 64 laufen weiter nach Plan.
Expansion auf dem Mond
Mit der Gründung der „European Moonport Company“ positioniert sich OHB strategisch im Bereich der lunaren Infrastruktur. Der Schritt zeigt, dass das Management neben europäischen Großprojekten verstärkt auf neue Segmente setzt. Analysten werten diese Fokussierung positiv und rechnen für das Gesamtjahr mit einem Gewinn je Aktie von 4,28 US-Dollar.
Eine spezifische Umsatzprognose für das laufende Jahr ließ der Vorstand am Donnerstag noch offen. Die hohe Visibilität durch die vollen Auftragsbücher bietet dem Raumfahrtkonzern jedoch eine klare finanzielle Perspektive für die nächsten Quartale.
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