Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB feiert sein 25-jähriges Börsenjubiläum mit prall gefüllten Auftragsbüchern von über drei Milliarden Euro. Pünktlich zur Vorlage der Jahreszahlen am kommenden Donnerstag rückt allerdings eine entscheidende Metrik in den Mittelpunkt. Anleger wollen wissen, ob das rasante Wachstum bei Satelliten und Trägerraketen mittlerweile in verlässliche Cashflows mündet.
Starkes Wachstum, hohe Investitionen
Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 rechnet das Management mit einer Gesamtleistung von 1,2 Milliarden Euro und einer EBITDA-Marge von neun Prozent. Der Auftragseingang kletterte um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro. Die Kehrseite des Erfolgs sind jedoch erhebliche finanzielle Vorleistungen für die wachsende Projektpipeline. Auf der anstehenden Bilanzpressekonferenz rückt daher die Liquiditätssituation in den Vordergrund. Das Management muss belegen, dass die getätigten Investitionen künftig profitable Renditen abwerfen.
Grundlage für den operativen Optimismus sind steigende Budgets der europäischen Raumfahrtagentur ESA, der EU sowie nationaler Verteidigungsministerien. Bereits im Januar hob OHB die mittelfristigen Wachstumsziele an und strebt nun einen durchschnittlichen Auftragseingang von rund drei Milliarden Euro an.
Die konkreten Zielmarken für die Gesamtleistung und Margen lauten:
– 2026: 1,4 Milliarden Euro (EBITDA-Marge: 11 Prozent)
– 2027: 1,7 Milliarden Euro (EBITDA-Marge: 12 Prozent)
– Ab 2028: Über 2,0 Milliarden Euro (EBITDA-Marge: über 12 Prozent)
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Rüstung und Raumfahrt als Treiber
Ein maßgeblicher Treiber für diese Prognosen ist der Verteidigungssektor. Beim Projekt SATCOMBw Stufe 4 plant die Bundeswehr eine Konstellation von 100 bis 200 Satelliten im niedrigen Erdorbit. Um sich in dem anspruchsvollen Vergabeverfahren durchzusetzen, formiert OHB laut Berichten ein Bieterbündnis mit Airbus und Rheinmetall. Die Bremer würden dabei die Satellitenfertigung übernehmen. Die Kapazitäten dafür stehen bereits bereit, nachdem der Konzern im Oktober 2025 ein Werk im sächsischen Schöneck übernommen hat.
Zusätzlichen Rückenwind liefert das zivile Geschäft. Die italienische Tochtergesellschaft sicherte sich im Februar einen 81-Millionen-Euro-Vertrag der ESA für die Asteroiden-Mission RAMSES. Parallel profitiert OHB vom erfolgreichen Start der Schwerlastrakete Ariane 64 Mitte Februar. Da die Augsburger Tochtergesellschaft MT Aerospace seit Ende 2025 vollständig zum Konzern gehört, fließen die Erträge aus der Fertigung der Tank- und Hüllenstrukturen nun komplett in die Bremer Bilanz.
Am 19. März präsentieren die Bremer ihre detaillierten Zahlen für 2025. Gelingt der Nachweis eines robusten Cashflows, untermauert dies die ehrgeizigen Milliardenziele bis 2028. Ein Zuschlag für das Bundeswehr-Großprojekt SATCOMBw im weiteren Jahresverlauf würde die mittelfristige Wachstumsstory der Aktie zusätzlich absichern.
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