OHB hat 2025 die Milliardenmarke beim Umsatz deutlich geknackt — und blickt dabei auf einen Auftrag, der das Unternehmen nochmals in eine andere Dimension katapultieren könnte. Die Bremer haben heute ihren testierten Konzernabschluss vorgelegt, und die Zahlen sprechen eine klare Sprache.
Wachstum auf breiter Front
Die Gesamterlöse stiegen von 1,03 auf 1,25 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT legte von 72,0 auf 84,0 Millionen Euro zu, das bereinigte EBITDA von 111,1 auf 125,6 Millionen Euro. Noch auffälliger ist die Entwicklung beim Auftragsbestand: Er kletterte von 2,38 auf 3,19 Milliarden Euro — ein Rekordwert, der die Sichtbarkeit für die kommenden Jahre erheblich verbessert.
Den Löwenanteil trägt das Segment Space Systems mit 2,51 Milliarden Euro. Das Digital-Segment erzielte beim Auftragseingang ebenfalls ein Rekordhoch von über 250 Millionen Euro, getrieben vor allem durch steigende Nachfrage aus dem Verteidigungsbereich und dem Ausbau von Satellitenbetriebsservices.
Für das laufende Jahr und die beiden Folgejahre hebt OHB seinen Wachstumsausblick an — gestützt auf steigende ESA-Budgets, EU-Mittel und nationale Verteidigungsausgaben. Das ESA-Rekordbudget von 22,3 Milliarden Euro für 2026 bis 2028 sowie geplante deutsche Investitionen von 35 Milliarden Euro in militärische Raumfahrtinfrastruktur bilden dabei den Rückenwind.
SATCOMBw: Zehn Milliarden auf dem Spiel
Parallel zur Bilanzvorlage läuft das Vergabeverfahren für das Bundeswehr-Satellitenprojekt SATCOMBw Stufe 4 — mit einem Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro das potenziell größte Einzelprojekt in der Geschichte des Unternehmens. OHB positioniert sich im Konsortium mit Rheinmetall und Airbus Defence and Space, wobei OHB die Satellitenfertigung und das Engineering übernehmen soll.
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Ob das Konsortium den Zuschlag erhält, ist offen. Die finale Entscheidung zieht sich noch über mehrere Monate hin. Zudem könnte die angekündigte Fusion der Raumfahrtsparten von Airbus, Thales und Leonardo einen schlagkräftigen europäischen Mitbewerber formen. Das Beschaffungsamt BAAINBw äußert sich aus sicherheitsrechtlichen Gründen nicht zum Verfahren.
Um die Produktionskapazitäten für einen möglichen Wachstumsschub vorzubereiten, hat OHB bereits reagiert: Die Verlagerung von OHB Sweden AB erweitert die Fertigungskapazitäten, die übernommene TechniSat-Fabrik in Schöneck — jetzt OHB Vogtland GmbH — soll die Massenproduktion elektronischer Komponenten sicherstellen.
Die Eigentümerstruktur bleibt stabil: Die Gründerfamilie Fuchs hält 65,4 Prozent, KKR 28,6 Prozent. Der Streubesitz von 5,7 Prozent ist eng. Am 7. Mai 2026 folgen die Q1-Zahlen — der erste Gradmesser dafür, ob der Wachstumspfad ins neue Jahr trägt.
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