Während die von OHB mitentwickelte Orion-Kapsel nach einem historischen Mondflug auf die Erde zusteuert, ziehen am Boden Wolken für den Bremer Raumfahrtkonzern auf. Ein rekordhoher Auftragsbestand von über drei Milliarden Euro prallt derzeit auf den strengen Blick des Bundeskartellamts. Die Wettbewerbshüter nehmen ein geplantes Rüstungs-Joint-Venture unter die Lupe und dämpfen die Euphorie über die starken operativen Zahlen.
Raumfahrt-Erfolge und starkes Fundament
Morgen, am 10. April 2026, soll die Orion-Kapsel der NASA-Mission Artemis II im Pazifik wassern. Für OHB und die Tochtergesellschaft MT Aerospace ist dies ein wichtiger Meilenstein. Sie lieferten Instrumente sowie Strukturbauteile für die Schwerlast-Trägerrakete SLS. Eine fehlerfreie Leistung der Systeme im All gilt als entscheidende Visitenkarte für künftige Auftragsverhandlungen mit der US-Raumfahrtbehörde.
Unabhängig vom Ausgang dieser Mission präsentiert sich das operative Geschäft äußerst robust. Im abgelaufenen Jahr kletterte die Gesamtleistung um 21 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro, während das bereinigte operative Ergebnis 84 Millionen Euro erreichte. Den eigentlichen Rückhalt bietet der historische Auftragsbestand von 3,19 Milliarden Euro. Auf dem Capital Market Day im Januar formulierte das Management basierend darauf ehrgeizige Ziele und peilt bis 2028 eine Gesamtleistung von über zwei Milliarden Euro an.
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Kartellwächter prüfen Milliarden-Netz
Trotz dieser fundamentalen Stärke erlebte das Papier zuletzt einen Rücksetzer von zeitweise mehr als neun Prozent. Verantwortlich dafür ist ein laufendes Verfahren beim Bundeskartellamt, das ein geplantes Joint Venture zwischen OHB und Rheinmetall Digital prüft. Im Zentrum steht das hochsichere Kommunikationsnetz SATCOMBw Stufe 4 für die Bundeswehr. Bei diesem Großprojekt mit einem geschätzten Gesamtvolumen von acht bis zehn Milliarden Euro wäre der Bremer Konzern für den Satellitenbau zuständig. Die daraus resultierende Unsicherheit über den genauen Projektzeitplan drückt aktuell auf die Stimmung der Investoren.
Bis zur endgültigen Entscheidung der Wettbewerbshüter über diese Kooperation dürfte das SATCOMBw-Projekt die Kursentwicklung maßgeblich diktieren. Neue operative Details liefert der Konzern am 7. Mai 2026 mit der Vorlage des Berichts für das erste Quartal. An diesem Termin müssen die Bremer belegen, ob die Zielmarke von 1,4 Milliarden Euro Gesamtleistung für das laufende Jahr realistisch bleibt.
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