Rund um den Bremer Satellitenbauer OHB kursieren Spekulationen über eine mögliche Neuordnung der Aktionärsstruktur. Parallel winkt ein lukrativer Milliardenauftrag der Bundeswehr, der dem Raumfahrtkonzern in den kommenden Jahren zusätzliches Wachstum bescheren könnte.
Was bestätigt ist – und was nicht
Aktuell hält KKR rund 29 Prozent an der OHB SE. Ob und in welchem Umfang der Investor einen Teil dieses Pakets abgibt, ist offen und von keiner der beteiligten Parteien bestätigt. OHB hat öffentlich mitgeteilt, Finanzierungsoptionen zu prüfen, dabei nicht unter Zeitdruck zu stehen und noch keine Entscheidung getroffen zu haben. KKR hat sich zu einem etwaigen Verkauf nicht geäußert. Angaben zu mandatierten Banken sind nicht belegt. Die Kontrolle über das Unternehmen bleibt unangetastet, da die Familie Fuchs rund 65 Prozent der Stimmrechte hält. Ein Rückzug von der Börse ist laut Vorstandschef Marco Fuchs kein Thema.
Milliardenauftrag im Visier
Abseits der Aktionärsstruktur beschäftigt ein laufendes Kartellverfahren die Marktteilnehmer. OHB plant eine Kooperation mit Rheinmetall, um sich für das Projekt SATCOMBw-Stufe-4 der Bundeswehr zu bewerben. Das geplante Netzwerk aus über 100 Satelliten für die hochsichere Kommunikation birgt enormes Potenzial. Ein Zuschlag würde für die Bremer einen geschätzten Umsatzanteil von 2,7 bis 3,3 Milliarden Euro bedeuten.
Historischer Auftragsbestand
Operativ agiert das Unternehmen auf einem soliden Fundament. Das Geschäftsjahr 2025 schloss OHB mit einem Umsatzplus von 21 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro ab. Gestützt durch steigende europäische Verteidigungsbudgets und ein Rekordbudget der ESA erreichte der Auftragsbestand Ende des ersten Quartals 2026 den historischen Höchstwert von 3,2 Milliarden Euro. Einen nennenswerten Beitrag leistete ein Großauftrag aus Schweden über 20 Kleinsatelliten im Wert von 248 Millionen Euro.
Nach einem vorherigen Schlusskurs von 299 Euro pendelte sich die Aktie zuletzt im Bereich von 270 Euro ein. Weitere fundamentale Einblicke erhalten Investoren am 7. Mai 2026 mit der Vorlage der Quartalszahlen.
OHB SE-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue OHB SE-Analyse vom 7. Juli liefert die Antwort:
Die neusten OHB SE-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für OHB SE-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
OHB SE: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
