Ein Paukenschlag in Bremen sorgt für Jubel an der Börse. Der europäische Raumfahrtkonzern OHB steht vor einer goldenen Zukunft, nachdem die ESA-Ministerratskonferenz ein historisches Rekordbudget verabschiedet hat. Mit Milliardenzusagen im Rücken und einer massiven Neubewertung des Geschäftsmodells stellt sich für Anleger nun die drängende Frage: Zündet die Aktie nach der jüngsten Rallye jetzt die nächste Stufe oder ist die Euphorie bereits eingepreist?
Milliarden-Segen aus Bremen
Der Auslöser für das Kursfeuerwerk ist fundamentaler Natur: Die europäischen Raumfahrtminister haben ein Gesamtbudget von 22,1 Milliarden Euro für die kommenden drei Jahre bewilligt. Diese Summe übertrifft selbst optimistische Erwartungen und beseitigt mit einem Schlag die Sorgen um mögliche Sparmaßnahmen im Sektor.
Für den Bremer Konzern ist dabei ein Detail von entscheidender strategischer Bedeutung: Deutschland festigt seine Position als größter Beitragszahler der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) mit einer Summe von über 5 Milliarden Euro. Da OHB als führender deutscher Systemintegrator gilt, dürfte ein überproportionaler Teil dieser Gelder direkt in die Auftragsbücher des Unternehmens fließen. CEO Marco Fuchs wertet den Beschluss als „starkes Signal aus Bremen für die Zukunft der europäischen Raumfahrt“.
Auftragsbücher platzen aus allen Nähten
Die Investoren preisen nun ein Szenario ein, das im volatilen Tech-Sektor selten geworden ist: langfristige Planungssicherheit bis weit ins Jahr 2028. Während US-Konkurrenten im „New-Space“-Sektor oft mit schwankenden Bewertungen kämpfen, punktet OHB als etablierter „Old Space“-Player mit staatlich garantierten Einnahmen.
Die Faktenlage im Überblick:
- Finanzielle Feuerkraft: 22,1 Milliarden Euro ESA-Budget sichern die mittelfristige Zukunft.
- Kernkompetenzen gefragt: Die Gelder fließen primär in Erdbeobachtung (Copernicus), Navigation (Galileo) und Telekommunikation – exakt die Spezialgebiete von OHB.
- Volle Pipeline: Bereits vor dem Beschluss meldete das Unternehmen im dritten Quartal 2025 einen Rekordauftragsbestand von 3,1 Milliarden Euro.
- Wachstumsschub: Die jüngsten 9-Monats-Zahlen zeigten bereits ein Umsatzplus von 21 %, was die operative Stärke untermauert.
Anleger feiern Planungssicherheit
Der Markt hat auf dieses „De-Risking“ des Geschäftsmodells euphorisch reagiert. Das Risiko von Budgetkürzungen ist vom Tisch, der Fokus liegt nun voll auf dem Wachstumspotenzial. Diese neue Realität spiegelt sich eindrucksvoll im Chart wider.
Obwohl der Titel am Freitag leicht korrigierte und mit einem Abschlag von 2,95 % bei 115,00 € aus dem Handel ging, ist das übergeordnete Bild extrem bullisch. Auf Wochensicht steht ein sattes Plus von 19,05 % zu Buche. Noch beeindruckender ist die Performance seit Jahresanfang: Die Aktie hat sich mit einem Zuwachs von fast 140 % mehr als verdoppelt. Wichtig ist hierbei vor allem, dass die psychologisch kritische Marke von 100 Euro deutlich überwunden wurde.
Ausblick: Warten auf die Unterschriften
Die Weichen für ein starkes Geschäftsjahr 2026 sind gestellt. In den kommenden Wochen wird sich der Fokus der Marktteilnehmer darauf richten, wie schnell aus dem Budgettopf konkrete Einzelverträge werden. Insbesondere Nachrichten zu neuen Galileo-Satelliten oder Erdbeobachtungsmissionen könnten als nächste Kurstreiber fungieren.
Analysten dürften ihre Modelle angesichts der neuen Budgetklarheit zeitnah überarbeiten. Solange die Aktie das Niveau über 100 Euro verteidigt, ist der Weg des geringsten Widerstands nach oben gerichtet. Der „Geldregen“ aus Bremen hat das Fundament für eine nachhaltige Neubewertung gelegt.
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