Die Auftragsbücher des Bremer Raumfahrtkonzerns quellen über. Allein im vergangenen Jahr kletterte der feste Bestand um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro. Wenn das Management am Donnerstag die testierten Zahlen für 2025 vorlegt, blicken Investoren allerdings auf eine völlig andere Kennzahl.
Das enorme Wachstum verlangt nach hohen Vorabinvestitionen in die Projektpipeline. Entsprechend intensiv wird der Markt prüfen, ob sich die gestiegenen Auftragseingänge bereits in einer soliden Cash-Generierung niederschlagen. In den ersten neun Monaten 2025 stieg die Gesamtleistung zwar um 21 Prozent auf 863,5 Millionen Euro, und das operative Ergebnis (EBITDA) verbesserte sich auf 75,5 Millionen Euro. Letztlich muss das Unternehmen aber beweisen, dass die liquiden Mittel ausreichen, um künftige Großprojekte aus eigener Kraft zu finanzieren.
Drei Treiber für die Milliarden-Ziele
Bis 2028 peilt das Management Gesamterlöse von über zwei Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von mehr als 12 Prozent an. Um diese Vorgaben zu erfüllen, stützt sich der Konzern auf drei zentrale Säulen. Im militärischen Bereich positioniert sich OHB innerhalb eines Konsortiums für das SATCOMBw-Programm der Bundeswehr, dessen Gesamtvolumen auf bis zu zehn Milliarden Euro geschätzt wird. Für die anvisierte Serienfertigung von Satelliten erwarb das Unternehmen bereits im vergangenen Oktober ein Werk in Sachsen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei OHB SE?
Parallel dazu treibt die zivile Raumfahrt das Geschäft an. Ein frischer ESA-Vertrag über 81,2 Millionen Euro sichert die Entwicklung der RAMSES-Mission zur Asteroiden-Erforschung. Zudem profitiert OHB direkt vom kommerziellen Start der neuen Ariane-6-Rakete. Die Tochtergesellschaft MT Aerospace, die rund zehn Prozent zum Raketenprogramm beisteuert, wird seit Ende 2025 vollständig im Konzernabschluss konsolidiert und liefert nun direkte Erlöse aus dem Produktionshochlauf.
Transparenz statt Börsenrückzug
Angesichts einer geringen Streubesitzquote von nur 5,7 Prozent wurde am Markt zeitweise über ein Delisting spekuliert. Die Gründerfamilie Fuchs und die Investmentgesellschaft KKR kontrollieren gemeinsam die überwältigende Mehrheit der Anteile. Anfang 2026 erteilte das Management diesen Plänen eine klare Absage. Vor allem öffentliche Auftraggeber legen bei der Vergabe von Milliardenprojekten großen Wert auf die strikten Transparenzpflichten einer börsennotierten Gesellschaft.
Der testierte Jahresabschluss am 19. März liefert nun die konkrete Basis für die weitere fundamentale Bewertung. Fallen die Margen und der Cashflow wie erhofft aus, untermauert dies die ehrgeizigen Mittelfristziele bis 2028. Ein endgültiger Vertragsabschluss für das lukrative SATCOMBw-Programm dürfte sich wegen des aufkommenden europäischen Wettbewerbs allerdings noch über mehrere Monate hinziehen.
OHB SE-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue OHB SE-Analyse vom 17. März liefert die Antwort:
Die neusten OHB SE-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für OHB SE-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
OHB SE: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
