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OHB Aktie: 25 Jahre – und jetzt?

Der Raumfahrtkonzern OHB feiert sein Börsenjubiläum mit starken Wachstumszahlen und positioniert sich für das milliardenschwere Bundeswehr-Satellitenprogramm SATCOMBw.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Auftragsbestand auf über 3,1 Milliarden Euro gestiegen
  • Ambitionierte Umsatz- und Margenziele bis 2028
  • Potenzielle Beteiligung an 10-Milliarden-Euro-Satellitenprogramm
  • Vollständige Übernahme von MT Aerospace abgeschlossen

Vom 15-Millionen-Euro-Nischenspieler zum europäischen Raumfahrtkonzern: OHB SE beging gestern sein 25-jähriges Börsenjubiläum — und präsentiert sich dabei in einer der stärksten operativen Phasen seiner Geschichte. Der Auftragsbestand wuchs zuletzt um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro. Im Hintergrund zeichnet sich ein Auftrag ab, der alles bisher Dagewesene übertreffen könnte.

Rekordwachstum als Jubiläumsgeschenk

Die Zahlen sprechen für sich: Der Auftragseingang für 2025 kletterte um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro. Die Gesamtleistung stieg in den ersten neun Monaten des Jahres um 21 Prozent auf 863,5 Millionen Euro, das EBITDA verbesserte sich von 62,4 auf 75,5 Millionen Euro.

Auf dem Capital Market Day im Januar 2026 hob OHB seine Mittelfristziele an:

  • 2026: Gesamtleistung 1,4 Mrd. Euro, EBITDA-Marge 11 %
  • 2027: 1,7 Mrd. Euro, EBITDA-Marge 12 %
  • ab 2028: über 2,0 Mrd. Euro, EBITDA-Marge über 12 %

Treiber sind steigende ESA-Budgets, EU-Mittel und ein deutlich gewachsener Verteidigungsmarkt.

SATCOMBw: Der Auftrag, der alles verändern könnte

Im Zentrum der strategischen Überlegungen steht das Bundeswehr-Satellitenprogramm SATCOMBw Stufe 4 — bewertet mit bis zu 10 Milliarden Euro, eine der größten Rüstungsausschreibungen in der Geschichte der Bundeswehr. Laut Bloomberg erwägt Airbus Defence and Space eine gemeinsame Bewerbung mit Rheinmetall und OHB. Die Aufgabenteilung wäre klar: Rheinmetall übernimmt die militärische Systemintegration, OHB verantwortet Engineering und Fertigung der geplanten 100 bis 200 Satelliten im niedrigen Erdorbit.

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Dass OHB dieses Szenario ernst nimmt, zeigt die Übernahme eines Werks im sächsischen Schöneck im Oktober 2025 — gezielt aufgebaut für genau die Serienfertigung, die ein solcher Auftrag erfordern würde. Das Wettbewerbsumfeld ist allerdings komplex: Airbus Defence and Space, Betreiber der bestehenden SATCOMBw-Stufen, führt eigene Gespräche mit dem Verteidigungsministerium. Eine mögliche Fusion der Raumfahrtsparten von Airbus, Thales und Leonardo könnte den Druck zusätzlich erhöhen.

Weitere Bausteine des Wachstums

Neben dem Verteidigungsgeschäft stärkt OHB seine Position auf mehreren Feldern gleichzeitig. Die vollständige Übernahme der Tochter MT Aerospace Ende 2025 bringt die Erlöse aus der Trägerkomponentenfertigung — unter anderem für die Ariane 6 — nun vollständig in die Konzernbilanz. Eine italienische Tochtergesellschaft sicherte sich zudem einen ESA-Vertrag über 81,2 Millionen Euro. Mit der Gründung der European Moonport Company als Joint Venture für eine Mondmissions-Startanlage setzt OHB auch auf langfristige institutionelle Raumfahrtprogramme.

Den nächsten konkreten Datenpunkt liefert die Bilanzpressekonferenz am 19. März 2026, auf der die testierten Konzernabschlüsse für 2025 vorgestellt werden. Angesichts der erheblichen Vorabinvestitionen, die das Projektportfolio erfordert, dürfte die Liquiditätssituation dabei besonders im Fokus stehen.

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