Nach einem neuen Rekordkurs folgte der Dämpfer. Die OHB-Aktie markierte am Donnerstag ein Allzeithoch bei 659,00 Euro — nur um am Freitag in einer volatilen Sitzung auf 545,00 Euro abzutauchen und letztlich bei 590,00 Euro zu schließen. Ein Tagesminus von knapp vier Prozent, das den Wochengewinn von über 28 Prozent allerdings nur leicht schmälert.
Marktbeobachter werten die Bewegung als technisch bedingte Korrektur nach einer Phase massiver Überkauftheit. Eine Spanne von rund 17 Prozent zwischen Rekordhoch und Wochentief innerhalb weniger Tage spricht für sich.
Rekord-Auftragsbestand als Fundament
Hinter dem Kursanstieg stecken handfeste Zahlen. Zum Ende des ersten Quartals 2026 kletterte der Auftragsbestand auf 3,354 Milliarden Euro — ein Zuwachs von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Den Löwenanteil trägt das Segment Space Systems mit 2,683 Milliarden Euro.
Auch die Ergebniskennzahlen überzeugten: Die Gesamtleistung stieg um 15 Prozent auf 279,3 Millionen Euro, das EBIT verdoppelte sich auf 15,2 Millionen Euro, das Nettoergebnis legte um 150 Prozent auf 9,94 Millionen Euro zu.
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Re-IPO im Anmarsch
Ein strukturelles Thema treibt den Titel zusätzlich an. OHB und Großaktionär KKR bereiten Berichten zufolge einen signifikanten Aktienverkauf vor, der den Streubesitz auf rund 20 Prozent heben soll. Goldman Sachs, JPMorgan und Deutsche Bank sind bereits mandatiert. Der Markt nimmt das Vorhaben als „Re-IPO“ wahr — mit dem Ziel, institutionelle Investoren anzuziehen, die bisher wegen der geringen Handelsliquidität zurückhaltend blieben.
Das dürfte spannend werden: Mehr Liquidität bedeutet breitere Investorenbasis, aber auch mehr Angebot im Markt.
Hauptversammlung am 8. Juni
Nächster Termin im Kalender ist die ordentliche Hauptversammlung am 8. Juni 2026. Dort stimmen die Aktionäre virtuell über die Gewinnverwendung für das Geschäftsjahr 2025 sowie die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat ab. Angesichts der starken operativen Entwicklung wird mit breiter Zustimmung zu den Verwaltungsvorschlägen gerechnet. Charttechnisch gilt indes die Zone um 545,00 Euro als erste Unterstützung — hält sie, bleibt das Allzeithoch bei 659,00 Euro das nächste relevante Kursziel.
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