Die Österreichische Post telefoniert jetzt selbst. Seit dem 1. April mischt die neue Marke „Yellow“ den Mobilfunkmarkt auf. Dieser Schritt ist weit mehr als eine bloße Sortimentserweiterung in den Filialen – er markiert die notwendige Reaktion auf ein schrumpfendes Kerngeschäft.
Die Mobilfunktarife beginnen bei 8,09 Euro monatlich. Mit diesem Beratungsangebot will das Management neue Erlöse generieren, da die fortschreitende Digitalisierung das traditionelle Brief- und Werbegeschäft zunehmend verdrängt. Wie groß der Handlungsdruck ist, zeigt der Blick auf das Geschäftsjahr 2025. Der Umsatz gab um 2,6 Prozent auf 3,04 Milliarden Euro nach. Das operative Ergebnis (EBIT) schrumpfte um fünf Prozent auf rund 197 Millionen Euro.
Fokus auf Logistik und E-Mobilität
Als Gegengewicht zu den sinkenden Briefvolumina forciert das Unternehmen das Paketgeschäft in Österreich, Südosteuropa und der Türkei. Zudem stützt die Finanztochter bank99 die Bilanz. Parallel dazu investiert der Konzern in die Nachhaltigkeit seiner Flotte. Zuletzt flossen 1,7 Millionen Euro in vier neue Elektro-Lkw von MAN, die künftig in Wien, Tirol und der Steiermark den CO2-Ausstoß senken sollen.
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Dividende und wichtige Termine
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 stellt der Vorstand ein moderates Umsatzwachstum in Aussicht, wobei die Dynamik erst in der zweiten Jahreshälfte zunehmen dürfte. Anleger sollten sich für den Monat April folgende Daten vormerken:
- 15. April: Ordentliche Hauptversammlung in Wien
- 24. April: Ex-Dividenden-Tag
- 29. April: Geplante Ausschüttung von 1,83 Euro je Aktie
Der Konzern treibt seine Diversifizierung konsequent voran, um die Abhängigkeit vom physischen Briefverkehr zu verringern. Die erfolgreiche Etablierung der Mobilfunkmarke und der Ausbau der E-Commerce-Logistik sind nun die entscheidenden Faktoren, um die für 2026 angestrebte Ergebnisstabilität zu erreichen.
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