Während die Post im Werbegeschäft neue Bestmarken setzt, bleibt die Stimmung an der Börse verhalten. Operativ treibt der Konzern die grüne Logistik und die Sonntagszustellung voran. Das Ziel: schrumpfende Briefmengen durch neue Dienste ausgleichen.
Werbedruck gegen Briefschwund
Das Segment Brief & Werbepost bleibt das Rückgrat des Konzerns. Beim hauseigenen Werbepreis „Das Goldene Horn“ gab es eine Rekordbeteiligung. Über 296.000 Konsumenten stimmten für die besten Kampagnen ab.
Generaldirektor Walter Oblin setzt massiv auf dieses Geschäft. Es soll den strukturellen Rückgang klassischer Briefe abfedern. Zu den Preisträgern gehören große Partner wie HOFER, SPAR und BILLA.
Logistik-Ausbau in Salzburg und Wien
Parallel dazu wächst das Paketgeschäft. In Salzburg bietet die Post nun die Sonntagszustellung an. Dieser Service kostet Aufpreis und richtet sich an den boomenden Online-Handel.
In Wien meldet das Unternehmen einen Meilenstein. Die Zustellung erfolgt dort inzwischen vollständig emissionsfrei. Die Post nutzt ausschließlich E-Fahrzeuge und Muskelkraft für Briefe und Pakete.
Charttechnik bremst den Kurs
Die Aktie spiegelt diese Fortschritte bisher kaum wider. Mit 30,90 Euro notiert das Papier unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Dieser liegt aktuell bei 32,04 Euro.
Der RSI von 37,2 zeigt eine schwache Dynamik an. Im ersten Quartal stieg der Umsatz nur leicht um 0,9 Prozent. Er lag bei rund 771 Millionen Euro.
Anleger warten nun auf den August. Dann präsentiert die Post die Ergebnisse für das zweite Quartal. Im Fokus stehen die Profitabilität der bank99 und die Entwicklung der Mobilfunkmarke Yelllow.
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