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Ocugen Aktie: Phase-3-Start mit OCU410 im Q3

Ocugen sichert mit Wandelanleihen über 115 Mio. Dollar die Finanzierung bis 2028, trotz Kursverlusten und Verwässerungsängsten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Wandelanleihe über 115 Mio. Dollar platziert
  • Liquidität von über 110 Mio. Dollar erwartet
  • Phase-3-Studie für OCU410 im dritten Quartal
  • Analysten bestätigen Kaufempfehlung trotz Kursrückgang

Ocugen hat sein drängendstes Problem gelöst. Eine Wandelanleihe sichert das Überleben des Biotech-Unternehmens bis 2028. Der Preis dafür ist allerdings hoch. Aus Sorge vor Verwässerung schickten Anleger die Aktie auf Talfahrt.

Das Management platzierte erfolgreich Wandelanleihen im Volumen von 115 Millionen US-Dollar. Damit reagiert Ocugen auf einen deutlichen Warnschuss. Zum Jahresauftakt stieg der Nettoverlust auf 19,2 Millionen Dollar. Die Barreserven schmolzen bedrohlich ab.

Der frische Kapitalzufluss beseitigt die akuten Zweifel am Fortbestand des Unternehmens. Nach Abschluss der Transaktion rechnet Ocugen mit liquiden Mitteln von über 110 Millionen Dollar. Einen Teil davon nutzt der Konzern zur Schuldentilgung. Der Aktienmarkt reagierte dennoch negativ.

Auf Wochensicht verlor das Papier rund 13 Prozent und schloss am Freitag bei 1,28 Euro. Damit rutschte der Kurs auch unter die 50-Tage-Linie.

Voller Fokus auf die Pipeline

Mit der gestärkten Bilanz rückt die klinische Entwicklung wieder in den Vordergrund. Im dritten Quartal plant Ocugen den Start der Phase-3-Studie für OCU410. Das Mittel zielt auf die Behandlung von geografischer Atrophie ab.

Phase-2-Daten zeigten zuvor eine signifikante Reduzierung des Läsionswachstums. Parallel dazu treibt das Unternehmen sein Leitprogramm OCU400 gegen Retinitis pigmentosa voran. Hier strebt das Management ebenfalls für den Spätsommer einen rollierenden Zulassungsantrag an.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz des jüngsten Kursrutsches halten Experten an ihren positiven Einschätzungen fest. Die Investmentbank Oppenheimer bestätigte am Freitag ihre Kaufempfehlung. Vom 52-Wochen-Hoch bei 2,17 Euro ist die Aktie mittlerweile weit entfernt.

Langfristig orientierte Investoren blicken jedoch auf ein solides Plus. Seit Jahresbeginn steht noch immer ein Zuwachs von knapp acht Prozent auf der Anzeigetafel. Die Volatilität dürfte hoch bleiben.

Das zweite Halbjahr bietet nun einen dichten Kalender an klinischen Meilensteinen. Neben dem geplanten Zulassungsantrag stehen Zwischenergebnisse einer weiteren Studie an. Mit der gesicherten Finanzierung bis 2028 hat das Management nun den nötigen Spielraum. Ocugen kann diese Datenpunkte ohne unmittelbaren Kapitaldruck liefern.

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