Das Biotech-Unternehmen Ocugen zieht kurz vor der Veröffentlichung wichtiger klinischer Daten zunehmend die Aufmerksamkeit der Wall Street auf sich. Gleich mehrere Analystenhäuser haben in den vergangenen Wochen die Abdeckung mit Kaufempfehlungen gestartet. Im Zentrum des Interesses steht dabei ein anstehendes Datenpaket, das den weiteren Weg für die Gentherapie-Pipeline ebnen soll.
Den jüngsten Impuls lieferte Canaccord Genuity am Dienstag mit einer neuen Kaufempfehlung. Damit reiht sich das Haus in eine Serie positiver Analystenbewertungen der vergangenen Wochen ein:
- Canaccord Genuity: „Buy“ mit Kursziel 12,00 US-Dollar
- Oppenheimer: „Outperform“ mit Kursziel 10,00 US-Dollar
- Chardan Capital: „Buy“ mit Kursziel 7,00 US-Dollar
Der Grund für die positive Stimmung ist der erwartete vollständige Datensatz der Phase-2-Studie (ArMaDa) zum Programm OCU410 gegen geografische Atrophie, der noch in diesem Monat ansteht. Vorläufige Zahlen aus dem Januar zeigten bereits eine Reduzierung des Läsionswachstums um bis zu 54 Prozent bei Patienten, die mit einer mittleren Dosis behandelt wurden. Im Gegensatz zu bestehenden Behandlungen, die häufige Injektionen erfordern, zielt der Ansatz von Ocugen auf mehrere Krankheitswege gleichzeitig ab.
Fortschritte bei weiteren Programmen
Neben OCU410 treibt das Unternehmen zwei weitere klinische Programme voran. Für den Hauptkandidaten OCU400 gegen Retinitis pigmentosa wurde die Patientenrekrutierung für die Phase-3-Studie kürzlich mit 140 Teilnehmern abgeschlossen. Erste Ergebnisse werden hier für das erste Quartal 2027 erwartet, während ein rollierender Zulassungsantrag in den USA bereits für das dritte Quartal 2026 angepeilt wird. Auch die europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat die US-Studie als Grundlage für einen möglichen Zulassungsantrag akzeptiert.
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Parallel dazu nähert sich die Rekrutierung für die Phase-2/3-Studie des Stargardt-Programms OCU410ST dem Ende. Hier plant das Management mit ersten Zwischendaten im dritten Quartal 2026.
Finanzielle Reichweite gesichert
Die ehrgeizige Strategie, in den kommenden drei Jahren drei Zulassungsanträge einzureichen, erfordert viel Kapital. Im Geschäftsjahr 2025 verbuchte Ocugen einen Nettoverlust von 67,8 Millionen US-Dollar bei geringen Lizenzeinnahmen. Um die Liquidität zu sichern, führte das Unternehmen im Januar 2026 eine Kapitalerhöhung durch, die netto knapp 21 Millionen US-Dollar einbrachte. Damit ist die Finanzierung vorerst bis in das vierte Quartal 2026 gesichert. An der Börse honorieren Anleger die operativen Fortschritte: Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier, das am Donnerstag bei 1,94 Euro aus dem Handel ging, ein Plus von rund 269 Prozent.
Die kommenden Wochen sind nun maßgeblich von der Veröffentlichung der vollständigen OCU410-Daten geprägt. Fallen diese positiv aus, stützt dies die jüngsten Analysteneinschätzungen und festigt die Basis für den geplanten rollierenden Zulassungsantrag für OCU400 im dritten Quartal 2026.
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