Positive Studiendaten und ein fallender Kurs — das ist der Widerspruch, mit dem Ocugen die Handelswoche beendet hat. Trotz vielversprechender Phase-2-Ergebnisse für die Gentherapie OCU410 gab die Aktie am Freitag deutlich nach.
Was die Studiendaten zeigen
Im Mittelpunkt stand die vollständige Auswertung der Phase-2-Studie ArMaDa für OCU410, eine Gentherapie gegen geografische Atrophie — eine schwere Form der trockenen Makuladegeneration. Die 12-Monats-Daten zeigen eine Reduktion des Läsionswachstums um 46 % in den mittleren und hohen Dosisgruppen gegenüber der Kontrollgruppe. Schwerwiegende therapiebedingte Nebenwirkungen wurden bislang weder in Phase 1 noch in Phase 2 beobachtet.
Ocugen verfolgt mit OCU410 einen sogenannten gen-agnostischen Ansatz — die Therapie soll unabhängig von der zugrunde liegenden genetischen Mutation wirken. Das würde sie von bestehenden Behandlungen abheben, die oft nur bei spezifischen Mutationen greifen.
Analysten und Finanzierung
Zwei Analystenhäuser haben zuletzt bullishe Signale gesetzt: Oppenheimer initiierte die Coverage mit „Outperform“ und einem Kursziel von 10,00 Dollar, Noble Capital erhöhte sein Ziel zuvor auf 12,00 Dollar — beide mit Verweis auf das Potenzial der OCU400- und OCU410-Programme.
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Auf der Finanzierungsseite hat das Unternehmen seine Liquidität zuletzt aufgestockt. Eine teilweise Ausübung von Optionsscheinen im März 2026 brachte 15 Millionen Dollar, eine Kapitalerhöhung im Januar weitere 22,5 Millionen Dollar. Die Mittel sollen die Liquidität bis ins erste Quartal 2027 sichern.
Klinischer Fahrplan bis 2028
Ocugen steuert auf mehrere wichtige Meilensteine zu. Die Phase-3-Studie liMeliGhT für OCU400 bei Retinitis Pigmentosa hat den Patienteneinschluss abgeschlossen — Topline-Daten werden im ersten Quartal 2027 erwartet. Die Dosierungsphase der Phase-2/3-Pivotstudie für OCU410ST bei Stargardt-Erkrankung wurde bereits am 1. April abgeschlossen, früher als geplant. Das Management peilt zwischen 2026 und 2028 insgesamt drei Zulassungsanträge (BLA) bei der FDA an.
Trotz des Kursrückgangs auf 1,50 Euro zum Wochenschluss — rund 31 % unter dem 52-Wochen-Hoch — liegt die Aktie auf Jahressicht noch deutlich im Plus. Ob die klinischen Fortschritte mittelfristig stärker ins Gewicht fallen als die kurzfristige Kursschwäche, wird spätestens mit den Topline-Daten Anfang 2027 klarer.
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