Occidental Petroleum drückt beim operativen Geschäft aufs Tempo. Der US-Energiekonzern meldet gleich zwei Erfolge auf hoher See. Ein neuer Ölfund im Golf von Mexiko und ein strategischer Zukauf in der Karibik stärken das Portfolio.
Erfolge vor der Küste
Gemeinsam mit Chevron und Woodside Energy stieß Occidental auf das Ölfeld „Bandit“. Das Vorkommen liegt im Golf von Mexiko. Praktisch für den Konzern: Eine eigene Förderanlage befindet sich ganz in der Nähe. Das spart Zeit und Geld bei der Erschließung.
Parallel dazu kaufte sich das Unternehmen in der Karibik ein. Occidental übernimmt von ExxonMobil zehn Prozent am Offshore-Block UD1 vor Trinidad und Tobago. Dieses Gebiet grenzt direkt an den lukrativen Stabroek-Block in Guyana.
Schuldenabbau bleibt Priorität
Der Ölmarkt bleibt nervös. Geopolitische Spannungen und Inflationssorgen treiben die Preise auf und ab. Die Folge: Für Occidental hat es höchste Priorität, Schulden abzubauen. Eine starke Bilanz federt schwankende Rohstoffpreise besser ab.
Langfristig baut der Konzern ein zweites Standbein auf. Das Geschäft mit der CO2-Speicherung wächst. Ein zentraler Baustein ist die Anlage Stratos zur direkten Luftentnahme.
Solide Jahresbilanz
An der Börse sorgten sinkende Ölpreise zuletzt für Gegenwind. Hoffnungen auf Frieden im Nahen Osten drückten den Kurs der US-Sorte WTI. Die Occidental-Aktie gab am Donnerstag entsprechend nach. Am Freitag erholte sich das Papier um gut zwei Prozent und schloss bei 48,91 Euro.
Trotz der leichten Wocheneinbußen glänzt die Jahresbilanz. Seit Januar steht ein Plus von rund 35 Prozent auf der Anzeigetafel. Die Aktie notiert aktuell knapp unter der 50-Tage-Linie von 49,51 Euro. Hält das operative Momentum an, rückt das Jahreshoch wieder in den Fokus.
