Occidental Petroleum hat mit dem Verkauf der Chemiesparte OxyChem und der Wiederaufnahme der Analystenberichterstattung klare Signale gesetzt. Die Transaktion und eine Vertragsneuordnung bei Western Midstream sollen Bilanz und operative Planbarkeit verbessern. Reichen diese Schritte, um die kurzfristigen Gewinnrisiken aus niedrigen Ölpreisen auszugleichen?
- OxyChem-Verkauf für 9,7 Mrd. $ in bar.
- Barclays nahm die Coverage wieder auf („Equal Weight“, Kursziel 50 $).
- Konzern tauschte 15,3 Mio. Western Midstream-Einheiten (≈610 Mio. $) im Rahmen neuer Gebührenvereinbarungen.
Die jüngsten Entscheidungen
Occidental schloss den Verkauf von OxyChem Anfang Januar ab. CEO Vicki Hollub sagte, die Transaktion „beschleunigt unsere Strategie, die Bilanz zu stärken und uns auf unser tiefes und breit gefächertes Öl‑ und Gasportfolio zu konzentrieren.“ Die Erlöse sind laut Unternehmensangaben primär für den Schuldenabbau vorgesehen.
Parallel dazu vereinbarte eine Tochtergesellschaft mit Western Midstream eine Umstellung von einer Kosten‑und‑Service‑Struktur auf eine feste Gebührenregelung in der Delaware Basin‑Region. Occidental gab an, dafür 15,3 Mio. Western Midstream‑Einheiten im Wert von rund 610 Mio. $ zu übertragen. Das soll die Kostenstruktur vereinfachen und die operative Planbarkeit erhöhen.
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Barclays hat nach dem Abschluss der OxyChem‑Transaktion die Analystenabdeckung wieder aufgenommen und sieht Occidental mit „Equal Weight“ bei einem Kursziel von 50 $. Zugleich geht der Konsens für das bereinigte Ergebnis je Aktie 2026 auf etwa 1,42 $ zurück. Als Einflussfaktoren nennt die Branche vor allem niedrigere Ölpreise: von über 75 $ im Jahr 2025 auf rund 60 $ je Barrel.
Ausblick und Bewertung
Technisch traf die Aktie im Januar auf Widerstand um die 44 $‑Marke. Wesentliche Termine sind die Zahlen zum vierten Quartal am 19. Februar. Marktteilnehmer werden dabei genau auf Hinweise zur Verwendung der OxyChem‑Erlöse, mögliche Dividendenentscheidungen und konkrete Vorgaben zur Kapitalallokation achten. Occidental plant 2026 Kapitalkosten zwischen 6,3 und 6,7 Mrd. $ (10–15 % weniger als 2025), um Liquidität zu schonen und Projekte mit hoher Rendite zu priorisieren.
Fazit: Die Verkäufe und Vertragsänderungen dürften die Bilanz entlasten und die Planbarkeit verbessern. Gleichzeitig dämpfen niedrigere Ölpreise und die erwartete Ergebniskompression die kurzfristige Erholung. Das Ergebnis am 19. Februar wird entscheidend sein, um die Wirkung der Maßnahmen auf Schuldenabbau und mögliche Aktionärsrückflüsse zu beurteilen.
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