Nvidia will mehr sein als ein Chiphersteller. Mit der am 5. Mai angekündigten strategischen Partnerschaft mit ServiceNow setzt der Konzern einen deutlichen Schritt in Richtung Unternehmenssoftware— und zwar mit autonomen KI-Agenten, die direkt in Geschäftsprozesse eingreifen sollen.
Die Ankündigung fiel auf der ServiceNow Knowledge 2026 Conference in Las Vegas. Im Mittelpunkt steht das Konzept der sogenannten „Agentic AI“— autonome Systeme, die komplexe Aufgaben selbstständig planen und ausführen, dabei aber revisionssicher und regelkonform in bestehende Unternehmensabläufe eingebettet bleiben.
Project Arc: Der autonome Desktop-Agent
Technisches Herzstück der Zusammenarbeit ist „Project Arc“, ein selbstlernender Desktop-Agent für Wissensarbeiter wie Entwickler und IT-Administratoren. Das System verbindet sich über Nvidias „Action Fabric“ nativ mit der ServiceNow-Plattform— das soll Nachvollziehbarkeit und Workflow-Intelligenz sicherstellen.
Ausgeführt wird Project Arc in der NVIDIA OpenShell Runtime, einer abgeschirmten Sandbox-Umgebung, die autonome Aktivitäten auf unternehmenskompatible Grenzen beschränkt. Für fachspezifische Entscheidungsunterstützung kommt die offene Modellfamilie Apriel Nemotron zum Einsatz.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nvidia?
Starke Zahlen, relativer Rückstand
Kurslich läuft es für Nvidia gut— aber nicht überragend. Die Aktie notiert rund 2,8 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 182,26 Euro und hat seit Jahresbeginn rund zehn Prozent zugelegt. Der Philadelphia Semiconductor Index legte im gleichen Zeitraum um 55 Prozent zu— ein Rückstand, der angesichts von Nvidias dominanter Marktstellung von 86 Prozent im KI-Beschleuniger-Segment überrascht. Hintergrund: Große Cloud-Anbieter treiben die Entwicklung eigener KI-Chips voran, was Fragen zur langfristigen Preissetzungsmacht aufwirft.
Quartalszahlen am 20. Mai
Der nächste konkrete Prüfstein ist der 20. Mai. Dann präsentiert Nvidia die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027, das am 26. April endete. Analysten erwarten einen Umsatz von rund 78,8 Milliarden Dollar— ein Wachstum von knapp 79 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Gewinn je Aktie soll bei 1,77 Dollar liegen.
Das Geschäftsjahr 2026 schloss Nvidia mit einem Gesamtumsatz von 215,9 Milliarden Dollar ab, getragen fast ausschließlich vom Rechenzentrumsgeschäft. Ob die Blackwell-Architektur die Nachfrage auf diesem Niveau hält, werden die Zahlen in zwei Wochen zeigen— und damit auch, ob die Partnerschaft mit ServiceNow als strategische Weichenstellung oder als Ablenkung vom Kerngeschäft wahrgenommen wird.
Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 7. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
