Startseite » Halbleiter » Nvidia: Qualcomm-OpenAI-Deal treibt 3,6 Prozent Erholung

Nvidia: Qualcomm-OpenAI-Deal treibt 3,6 Prozent Erholung

Nvidia überwindet Kursschwäche und erreicht neues 52-Wochen-Hoch. Analysten sehen KI-Nachfrage ungebrochen, trotz Lieferkettenrisiken.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neues 52-Wochen-Hoch bei 182,94 Euro
  • OpenAI-Sorgen zunächst belastend
  • Qualcomm-Kooperation beflügelt Sektor
  • Produktionskürzung bei Rubin-Chip

Die vergangenen 72 Stunden glichen einer Achterbahnfahrt für Aktionäre des Chipgiganten. Berichte über verfehlte Wachstumsziele beim wichtigsten Kunden OpenAI schickten die Papiere zunächst auf Talfahrt. Am Mittwoch drehte die Stimmung abrupt. Mit einem Kurs von 182,94 Euro markierte die Aktie stattdessen ein neues 52-Wochen-Hoch und baut das Monatsplus auf fast 27 Prozent aus.

Risse in der Vorzeigepartnerschaft?

Auslöser der anfänglichen Nervosität war ein Bericht des Wall Street Journal. Demnach verfehlt die ChatGPT-Mutter interne Vorgaben bei Nutzern und Umsatz deutlich. Der Finanzchef von OpenAI warnte intern sogar, das Unternehmen könne künftige Rechenzentren-Verträge womöglich nicht bezahlen. Das bedroht einen milliardenschweren Pakt über zehn Gigawatt Leistung mit Nvidia.

OpenAI-Infrastrukturchef Sachin Katti versuchte umgehend zu beruhigen. Er bezeichnete die Partnerschaft auf der Plattform X als fundamental und betonte, die gesamte Rechenflotte laufe auf Nvidia-Prozessoren. Analysten werten den Rücksetzer als übertrieben. Die Nachfrage nach KI-Chips verschwinde nicht, sie verteile sich lediglich neu.

Neue Allianzen und gigantische Investitionen

Den eigentlichen Schub lieferte zur Wochenmitte eine branchenübergreifende Neuigkeit. Qualcomm verkündete eine Kooperation mit OpenAI, um KI-Modelle direkt in mobile Prozessoren zu integrieren. Diese Ausweitung vom reinen Rechenzentrum auf Endgeräte beflügelte den gesamten Sektor.

Das Fundament für Nvidias Auftragsbücher bilden ohnehin die großen Cloud-Anbieter. Alphabet, Microsoft, Amazon und Meta legen im Laufe des Mittwochs ihre Quartalszahlen vor. Marktbeobachter rechnen damit, dass die Tech-Giganten für 2026 Kapitalausgaben von über 700 Milliarden US-Dollar in Aussicht stellen. Nvidia hat sich bereits massive Lieferzusagen gesichert, das Gesamtvolumen beläuft sich auf gut 95 Milliarden US-Dollar.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nvidia?

Produktionsengpass bei der nächsten Generation

Abseits der Nachfrageseite taucht ein strukturelles Risiko in der Lieferkette auf. Die Investmentbank KeyBanc Capital Markets schätzt, dass Nvidia das Produktionsziel für den kommenden Rubin-Grafikchip spürbar kappen musste. Statt zwei Millionen Einheiten stehen für 2026 voraussichtlich nur noch 1,5 Millionen auf dem Plan.

Ursache sind Verzögerungen bei der Zertifizierung der neuen HBM4-Speicherchips von Zulieferern wie SK Hynix und Micron. Die Prognosen für die dazugehörigen Vera-Rubin-Serverschränke halbierten sich im Zuge dessen auf rund 6.000 Stück.

Der nächste harte Datenpunkt für den Chipentwickler folgt am 20. Mai nach US-Börsenschluss. Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 peilt das Management einen Umsatz von rund 78 Milliarden US-Dollar an. Darin ist ein kompletter Wegfall des chinesischen Marktes für Rechenzentrums-Chips bereits eingepreist. Die Aussagen zum Abverkauf der aktuellen Blackwell-Generation werden die Richtung für die kommenden Monate vorgeben.

Anzeige

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 29. April liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Nvidia

Nvidia Chart