Die Kassen der Tech-Giganten öffnen sich, und der Markt positioniert sich rechtzeitig. Wenige Stunden bevor Alphabet und Meta ihre Bücher öffnen, treiben Investoren die Nvidia-Aktie massiv nach oben. Die Erwartung ist eindeutig: Die Ausgaben für KI-Infrastruktur werden weiter steigen.
Am Montag schloss das Papier bei 177,38 Euro und kratzt damit an seinem 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht verzeichnet der Chipentwickler ein Plus von über 86 Prozent. Am Derivatemarkt fließt parallel dazu massiv Kapital in steigende Kurse. Kaufoptionen dominieren das Handelsvolumen deutlich, wobei ein einzelner Call-Trade im Millionenwert besonders herausstach.
Milliarden-Budgets im Fokus
Alphabet legt am heutigen Dienstag nach Börsenschluss Zahlen vor, Meta folgt am Mittwoch. Beide Konzerne ordern jährlich Grafikprozessoren für Milliardenbeträge. Alphabet bekräftigte zuletzt Investitionspläne von bis zu 185 Milliarden US-Dollar für das laufende Jahr. Meta plant für 2026 ähnlich aggressive Ausgaben im dreistelligen Milliardenbereich.
Die vier großen Cloud-Anbieter bündeln für 2026 Infrastruktur-Investitionen von rund 645 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nvidia profitiert als primärer Lieferant direkt von dieser Entwicklung.
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Die Fundamentaldaten stützen das Kursniveau. Im abgelaufenen Quartal kletterte der Umsatz um 73 Prozent auf 68,1 Milliarden US-Dollar. Das margenstarke Rechenzentrumsgeschäft steuerte dabei den Löwenanteil bei. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt aktuell bei knapp 25 — eine moderate Bewertung für dieses Wachstumstempo.
Neue Märkte und alte Risiken
Abseits der großen Cloud-Betreiber erschließt der Konzern neue Geschäftsfelder. Am Montag gab das Softwareunternehmen LiveRamp eine tiefe Integration der Nvidia-KI-Infrastruktur bekannt. Die Technologie soll das Training von Modellen im Werbe- und Datenbereich signifikant beschleunigen. Der Chipentwickler diversifiziert damit seine Abnehmerbasis.
Diese Diversifikation ist strategisch wichtig. Nvidias wichtigste Kunden — Microsoft, Google, Amazon und Meta — treiben die Entwicklung eigener Chips voran. Googles TPUs, Amazons Trainium und Metas MTIA befinden sich bereits in der Produktion. Die anstehenden Quartalsberichte von Alphabet und Meta am Dienstag und Mittwoch liefern daher konkrete Datenpunkte, wie schnell diese Eigenentwicklungen den Marktanteil des Platzhirsches bedrohen.
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