Nvidia startet in eine entscheidende Woche. Die neue Chip-Generation geht in die Massenproduktion. Parallel dazu verhandelt das Management mit einem wichtigen Partner aus Südkorea.
Schulterschluss mit LG
Hochrangige Führungskräfte der LG Group besuchen aktuell das Nvidia-Hauptquartier. Sie wollen bei Künstlicher Intelligenz und Robotik weitreichend zusammenarbeiten. Nvidia liefert dafür seine Jetson-Thor-Plattform. Die Technik soll komplexe Fertigungsanlagen von LG automatisieren. Die Folge: Die Aktien von LG Electronics sprangen nach ersten Gesprächen um zwölf Prozent nach oben.
Neue Architektur in Produktion
Im Hintergrund läuft bereits der nächste große Schritt. Nvidia fertigt die neue Vera-Rubin-Plattform ab sofort in Serie. Die R200-Grafikchips entstehen weltweit in über 350 Fabriken. Allein in Taiwan unterstützen 150 Partner die Lieferkette.
Das System zielt auf autonome KI-Agenten ab. Es verarbeitet Daten zehnmal schneller als die Vorgängergeneration Grace Blackwell. Erste Auslieferungen plant Nvidia für den Herbst 2026.
Milliarden für den Ausbau
Dieser Ausbau kostet viel Geld. Nvidia hat dafür Mitte Juni eine Anleihe über 25 Milliarden US-Dollar platziert. Die Nachfrage der Investoren lag sogar bei rund 85 Milliarden US-Dollar.
Das frische Kapital fließt in die Produktion und in Aktienrückkäufe. Das Management kauft eigene Papiere für 80 Milliarden US-Dollar zurück. Finanzchefin Colette Kress will mindestens die Hälfte des freien Cashflows an die Aktionäre ausschütten.
Blick auf die Hauptversammlung
An der Börse notiert die Nvidia-Aktie aktuell bei 181,96 Euro. Der Kurs hält sich damit knapp über der 50-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp 13 Prozent auf der Kurstafel.
Am Mittwoch, den 24. Juni, findet die Hauptversammlung statt. Investoren erwarten von CEO Jensen Huang konkrete Umsatzprognosen für die neuen Chip-Plattformen. Hält die Unterstützung bei rund 180 Euro, liefert das Event den nächsten Impuls für die Aktie.
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