Der Markt für Künstliche Intelligenz wandelt sich. Bisher lag der Fokus vor allem auf dem Training von Modellen. Jetzt startet die Massenproduktion. Dafür braucht Nvidia enorme Kapazitäten. Das Unternehmen ruft nun Kapitalpartner auf, den Bau gigantischer KI-Fabriken zu finanzieren.
Neues Modell lockt Geldgeber
Um diesen massiven Ausbau zu stemmen, führt der Konzern ein neues Umsatzbeteiligungsmodell für Cloud-Computing ein. Geldgeber können so direkt an den Erlösen der Infrastruktur partizipieren. Nvidia sichert sich damit die Finanzierung für sogenannte beschleunigte KI-Fabriken. Diese großen Anlagen sind auf viele unterschiedliche Nutzer ausgelegt.
Die technische Basis für diese Expansion steht bereits. Die neue System-Generation Vera Rubin geht aktuell in die Serienproduktion. CEO Jensen Huang sieht darin einen klaren Vorteil für die schnelle Datenverarbeitung. Die Nachfrage steigt durch den verstärkten Einsatz von KI-Agenten in der Wirtschaft rasant.
Das Ziel: Dauerhafter Betrieb unter Volllast. Zuletzt sorgten Berichte über ungenutzte Kapazitäten bei der Konkurrenz für Unruhe. Meta Platforms prüft angeblich den Verkauf überschüssiger Rechenleistung. Nvidia reagierte darauf am Markt aber nur mit moderaten Abgaben.
Kurzfristige Kursschwäche
An der Börse zeigt die Aktie aktuell ein gemischtes Bild. Das Papier notiert bei 171,24 Euro. Auf Monatssicht verzeichnet der Titel ein Minus von fast acht Prozent. Damit rutschte der Kurs unter die wichtige Durchschnittslinie von 181,35 Euro.
Mit dem neuen Partner-Modell treibt Nvidia nun die Skalierung seiner Anlagen aggressiv voran. Gelingt der Aufbau der neuen Server-Zentren reibungslos, festigt der Konzern seine Dominanz bei komplexen Rechenprozessen. Dann rückt auch das Rekordhoch bei 202,50 Euro schnell wieder ins Visier.
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