Startseite » Earnings » Nvidia Aktie: Vera Rubin geht in Produktion
Symbolbild, KI-generiert

Nvidia Aktie: Vera Rubin geht in Produktion

Nvidia erzielt im zweiten Quartal 96,2 Milliarden US-Dollar Umsatz. Die Vera-Rubin-Plattform startet bei wichtigen Cloud-Partnern in die Produktion.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz wächst auf 96,2 Milliarden Dollar
  • Rechenzentren liefern 89 Milliarden Dollar
  • Vera Rubin startet bei Cloud-Anbietern
  • Nvidia erwartet 108 Milliarden Dollar Umsatz

Nvidia hat am Mittwoch Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 vorgelegt, die den Wachstumskurs des Chipherstellers untermauern. Der Umsatz kletterte auf 96,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 106 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Das Rechenzentrumsgeschäft trug mit 89 Milliarden US-Dollar rund 92,7 Prozent zum Konzernumsatz bei und bleibt damit mit Abstand der entscheidende Wachstumstreiber.

Die Gewinnmarge bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau: Die Bruttomarge lag sowohl nach GAAP als auch auf non-GAAP-Basis bei 75,0 Prozent. Der Gewinn je Aktie erreichte nach GAAP 2,46 US-Dollar, auf bereinigter Basis 2,22 US-Dollar.

Für das laufende dritte Quartal stellt Nvidia einen Umsatz von 108,0 Milliarden US-Dollar in Aussicht, mit einer Schwankungsbreite von plus/minus 2 Prozent. Die Bruttomarge soll bei 74,0 Prozent liegen, wobei das Unternehmen ausdrücklich keine Rechenzentrums-Umsätze aus China in dieser Prognose berücksichtigt.

Vera Rubin soll neue Wachstumsphase einläuten

Operativ rückt die nächste Chip-Generation in den Fokus: Die Vera-Rubin-Plattform geht bei zentralen Cloud-Partnern wie CoreWeave, Google Cloud, Microsoft Azure, Oracle Cloud Infrastructure und Nebius in die volle Produktion.

Nvidia rechnet damit, dass Vera Rubin bereits im dritten Quartal rund 20 Prozent des Rechenzentrumsumsatzes ausmachen wird. Das unterstreicht, wie schnell neue Chip-Generationen bei Nvidia inzwischen skalieren und wie stark die großen Cloud-Anbieter weiterhin in KI-Infrastruktur investieren.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2027 kalkuliert Nvidia mit einer Steuerquote zwischen 16,0 und 18,0 Prozent, jeweils ohne Sondereffekte. Zudem bestätigte das Unternehmen eine Quartalsdividende von 0,25 US-Dollar je Aktie, zahlbar am 1. Oktober an Aktionäre, die am 10. September im Aktienregister eingetragen sind.

Kapitalmarkt reagiert verhalten positiv

An der Börse zeigt sich die Aktie robust: Sie notiert bei 199,00 Euro und damit nur 1,7 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 202,50 Euro, das erst kürzlich markiert wurde. Über die vergangenen sieben Handelstage legte das Papier um 4,7 Prozent zu – ein Hinweis darauf, dass Markt die Kombination aus starken Quartalszahlen und der parallel angekündigten Übernahme von Hugging Face positiv aufnimmt.

Auch operativ dehnt Nvidia sein Ökosystem weiter aus: Ende vergangener Woche vertiefte das Unternehmen seine Partnerschaft mit MediaTek, um gemeinsame KI-Plattformen von der Edge bis zur Cloud voranzutreiben.

Zusammen mit der Vera-Rubin-Rampe und der soliden Quartalsbilanz zeigt sich damit ein Unternehmen, das seine Marktposition im KI-Infrastrukturgeschäft auf mehreren Ebenen gleichzeitig ausbaut. Die nächsten Geschäftszahlen sind für den 25. November angekündigt und dürften zeigen, ob sich das hohe Wachstumstempo in den kommenden Quartalen fortsetzt.

Anzeige

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 7. September liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Nvidia

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.