Mehr als 40 Milliarden Dollar an Kapitalzusagen in wenigen Monaten markieren ein neues Tempo. Nvidia sichert sich aktuell nicht nur Marktanteile, sondern baut ein weitreichendes Ökosystem rund um seine KI-Infrastruktur auf. Kurz vor den anstehenden Quartalszahlen ordnet der Chipkonzern seine Führungsebene und Lieferketten neu.
Verstärkung aus der Finanzwelt
Ab Mitte Juli wächst das Board of Directors auf elf Mitglieder. Der Konzern holt Suzanne Nora Johnson an Bord, eine ehemalige Vizechefin der Investmentbank Goldman Sachs. Die Managerin bringt zwei Jahrzehnte Wall-Street-Erfahrung mit und leitet bereits den Prüfungsausschuss beim Pharmariesen Pfizer. Für ihre neue Rolle bei Nvidia erhält sie ein Vergütungspaket, das sich primär aus gesperrten Aktien zusammensetzt.
Milliarden für die Infrastruktur
Parallel dazu sichert Nvidia die physischen Grundlagen für kommende Chip-Generationen ab. Eine Partnerschaft mit Corning soll die US-Produktion von optischen Glasfasern massiv ausbauen. Der Chipentwickler erhält dabei das Recht, bis zu 3,2 Milliarden Dollar in den Spezialglashersteller zu investieren.
Der technologische Hintergrund ist brisant. Marktbeobachter gehen davon aus, dass Nvidia in seinen künftigen KI-Rechenzentren herkömmliche Kupferkabel durch optische Verbindungen ersetzen will. Diese sogenannte Co-Packaged-Optics-Technologie verspricht deutlich höhere Datenraten bei geringerem Energieverbrauch für KI-Workloads.
Ein weiteres Abkommen gewährt Nvidia die Option, bis zu 2,1 Milliarden Dollar in den Rechenzentrumsbetreiber IREN zu stecken. Das Unternehmen weitet sein Portfolio damit zunehmend auf börsennotierte Beteiligungen aus.
Rückenwind der Hyperscaler
Die Investitionsoffensive trifft auf eine beispiellose Nachfrage. Tech-Giganten wie Microsoft, Amazon und Meta planen für 2026 laut Analysten von Morgan Stanley Investitionen von rund 805 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Anstieg von fast 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Da Nvidia mit einem Marktanteil von 86 Prozent bei KI-Beschleunigern den Sektor dominiert, fließt ein Großteil dieser Budgets direkt in die Kassen der Kalifornier.
Am 20. Mai legt das Unternehmen seine Zahlen für das erste Quartal vor. Der Konsens erwartet einen Umsatz von knapp 79 Milliarden Dollar sowie eine Verdopplung des Gewinns je Aktie.
An der Börse notiert das Papier aktuell bei 181,54 Euro. Damit bewegt sich die Aktie nur minimal unter ihrem 52-Wochen-Hoch, auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von knapp 64 Prozent.
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