Nvidia hat eine starke Woche hinter sich. Der Kurs schloss am Freitag bei 193,68 Euro, ein Plus von 2,03 Prozent an nur einem Tag. Über die vergangenen sieben Tage summiert sich das Comeback auf 11,23 Prozent. Für mich ist das mehr als eine kurze Erholung — es ist ein Signal, dass die Story rund um Nvidia intakt bleibt.
SpaceX und die Hyperscaler treiben die Nachfrage
Der wichtigste Grund für die neue Stärke: Der Hunger nach Nvidias KI-Hardware lässt nicht nach. SpaceX hat angekündigt, seine KI-Systeme künftig exklusiv auf Nvidias kommender Vera-Rubin-Architektur aufzubauen. Ein Kunde dieses Kalibers, der sich öffentlich festlegt, unterstreicht, wie dominant Nvidia im GPU-Markt weiterhin ist.
Auch das breitere Bild passt. Google, Amazon und Meta haben ihre Investitionsbudgets für dieses Jahr zuletzt nach oben korrigiert. Der Wettlauf um KI-Infrastruktur ist also keineswegs vorbei — und Nvidia sitzt als wichtigster Hardware-Lieferant genau an der Quelle dieses Kapitalstroms.
Institutionelles Geld überstimmt Insider-Verkäufe
Zwischenzeitlich sorgen Insider-Verkäufe gerne für Nervosität am Markt. Auch bei Nvidia gab es solche Fälle: Director Mark A. Stevens hat im Juni ein größeres Aktienpaket abgestoßen. Für mich zählt das aber weniger als die Gegenbewegung großer Vermögensverwalter.
Janus Henderson Group hält weiterhin eine massive Position im Unternehmen. Strategic Investment Advisors MI und Strategic Planning Inc. haben ihre Bestände im ersten Quartal sogar ausgebaut. Wer mit langfristigem Horizont investiert, blickt offenbar über einzelne Insider-Trades hinweg — ganz im Sinne von CEO Jensen Huangs Rat, Kursrückgänge als Kaufgelegenheit zu begreifen.
Der 26. August wird zur Nagelprobe
Die kommenden Wochen stehen im Zeichen der Quartalszahlen. Am 26. August 2026 legt Nvidia seinen Bericht zum zweiten Fiskalquartal vor — der eigentliche Test für die aktuelle Bewertung. Bestätigt sich, dass die Nachfrage nach der neuen Blackwell-Architektur ungebrochen bleibt, dürfte der Abstand von 4,36 Prozent zum 52-Wochen-Hoch bei 202,50 Euro schnell schmelzen.
Charttechnisch sieht die Lage robust aus. Die Aktie notiert acht Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt und knapp 16 Prozent über der langfristigen 200-Tage-Linie. Ein RSI von 63,5 signalisiert klaren Aufwärtsdruck, ohne dass die Aktie bereits überkauft wäre — für mich bleibt da noch Luft nach oben, bevor technische Erschöpfung ein Thema wird.
Ein Chance-Risiko-Verhältnis, das für die Bullen spricht
Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 261,93 Euro. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von gut 35 Prozent gegenüber dem Freitagsschluss. Ein Konsens dieser Größenordnung zeigt, wie fest der Glaube an Nvidias Schlüsselrolle im KI-Zeitalter sitzt.
Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 4,7 Billionen Euro und einem laufenden Aktienrückkaufprogramm im Rücken erscheint das Abwärtsrisiko begrenzt. Die annualisierte Volatilität von 38,28 Prozent erinnert zwar daran, dass Ausschläge weiterhin zum Alltag gehören. Unterm Strich überwiegen für mich aber die Argumente der Bullen: Solange Hyperscaler ihre Budgets erhöhen und Schwergewichte wie SpaceX sich exklusiv an Nvidia binden, bleibt die Aktie der naheliegendste Zugang zu diesem Technologietrend.
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