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Nvidia Aktie: S&P hebt Bonität auf AA an

Nvidia sichert sich mit neuen Partnern und höherer Bonität ab. Der Chipkonzern treibt den Bau riesiger Rechenzentren voran.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Ehemaliger Intel-Lobbyist übernimmt Regierungsbeziehungen
  • Zehn-Milliarden-Joint-Venture mit KKR gestartet
  • Bonitätsnote von S&P auf AA angehoben
  • Hauptversammlung im Juni mit neuer KI-Plattform

Nvidia sichert seine Vormachtstellung an allen Fronten ab. Der Chipriese holt sich politische Schwergewichte an Bord und schmiedet milliardenschwere Allianzen für neue Rechenzentren. Parallel dazu adelt S&P Global das Unternehmen mit einer höheren Bonität.

Neuer Cheflobbyist für Washington

Die US-Regierung verschärft die Exportkontrollen für KI-Chips nach China. Nvidia reagiert darauf mit einer prominenten Personalie. Bruce Andrews übernimmt als neuer Chief External Affairs Officer die Regierungsbeziehungen. Er war zuvor Cheflobbyist bei Intel und Vize-Handelsminister.

Seine Erfahrung ist jetzt entscheidend. Aktuell warten Lieferungen des H200-Chips an rund zehn chinesische Firmen auf eine Freigabe. Auch für die kommende Vera-CPU-Serie braucht Nvidia dringend Exportlizenzen.

Pakt für gigantische Rechenzentren

Neben der Politik baut das Management die Infrastruktur aus. Nvidia startet mit dem Finanzinvestor KKR das Projekt Helix Digital Infrastructure. An dem zehn Milliarden US-Dollar schweren Joint Venture beteiligen sich auch der Staatsfonds von Kuwait und der Energieversorger Vistra. Das Ziel: riesige Rechenzentren bauen.

Diese Anlagen sollen den enormen Strombedarf von KI-Anwendungen decken. Der frühere AWS-Chef Adam Selipsky leitet das Projekt. Nvidia liefert als Technologiepartner seine DSX-Plattform. Damit will der Konzern die Energieeffizienz der Rechenleistung massiv verbessern.

Bonität steigt auf AA

Solche strategischen Schritte überzeugen auch die Ratingagentur S&P Global. Sie hebt die Bonitätsnote von Nvidia auf AA an. Die Analysten verweisen auf eine unstillbare Nachfrage nach KI-Chips.

S&P Global rechnet für das Geschäftsjahr 2027 mit einem Umsatz von 394 Milliarden US-Dollar. Im Folgejahr sollen die Erlöse bereits auf 544 Milliarden US-Dollar klettern.

Parallel dazu steigt die Profitabilität. Der freie Cashflow dürfte laut den Analysten bis 2028 auf gewaltige 276 Milliarden US-Dollar anwachsen. Einziges Manko aus Sicht der Prüfer bleibt die hohe Abhängigkeit vom Auftragsfertiger TSMC in Taiwan.

An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 177,98 Euro. Das entspricht einem leichten Tagesplus. Seit Jahresbeginn steht ein Zuwachs von gut zehn Prozent auf der Anzeigetafel.

Am 24. Juni blicken Investoren auf die virtuelle Hauptversammlung. Dort stellt das Management die neue KI-Plattform Vera Rubin vor. Ein weiteres Thema ist das erweiterte Kapitalrückgabeprogramm. Dieses umfasst eine Quartalsdividende von 0,25 US-Dollar je Aktie und Aktienrückkäufe im Wert von 80 Milliarden US-Dollar.

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