Startseite » Dow Jones » Nvidia Aktie: Rückenwind von zwei Seiten

Nvidia Aktie: Rückenwind von zwei Seiten

Nvidia erhält Verkaufsgenehmigung für China und offenbart Auftragsvolumen von über einer Billion Dollar. Trotz geopolitischer Belastungen dominieren positive strukturelle Treiber.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Peking genehmigt Verkauf von H200-Chips in China
  • Auftragspipeline für 2026/27 übersteigt eine Billion Dollar
  • Analysten heben Kursziele nach GTC-Konferenz an
  • Geopolitische Spannungen drücken kurzfristig auf Aktie

Der heutige Handelstag liefert für Nvidia-Anleger eigentlich gute Nachrichten — und trotzdem steht die Aktie unter Druck. Das Paradox des Tages erklärt sich schnell, wenn man den Blick weitet.

Die Geopolitik überlagert alles. Israelische Angriffe auf das iranische South-Pars-Gasfeld haben die Ölpreise auf über 109 Dollar je Barrel (Brent) getrieben, was die Wall Street insgesamt belastet. Der Dow Jones verliert rund 0,9 Prozent, Technologiewerte tendierten zunächst leichter — Nvidia zeitweise um bis zu 0,5 Prozent im Minus, bevor sich die Aktie stabilisieren konnte und zuletzt leicht positiv notierte.

China-Türöffner nach monatelangem Warten

Die eigentliche Meldung des Tages: Peking hat grünes Licht für den Verkauf der H200-Chips in China gegeben. CEO Jensen Huang bestätigte, dass die Produktion für den chinesischen Markt wieder aufgenommen wurde. Das ist keine Kleinigkeit — China machte früher rund 13 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Monatelang blockierte die chinesische Seite trotz vorliegender US-Exportgenehmigungen den Import. Diese Phase ist nun vorbei.

Gleichzeitig bereitet Nvidia mit den sogenannten Groq-Chips das nächste Produkt für den chinesischen Markt vor, was den Handlungsspielraum im Land mittelfristig erweitert.

GTC-Konferenz liefert Milliarden-Perspektive

Parallel läuft in San Jose die jährliche GPU Tech Conference — und die Analystengemeinschaft ist begeistert. Mehrere Häuser haben ihre Kursziele nach oben angepasst oder bestehende Kaufempfehlungen bekräftigt. Die Bandbreite der Kursziele reicht derzeit von 235 bis 325 Dollar, wobei die meisten Analysten zwischen 250 und 300 Dollar ansetzen.

Kern der Begeisterung: Nvidia hat auf der Konferenz Auftragsvisibilität von über einer Billion Dollar für die Jahre 2026 und 2027 offenbart — ausschließlich für die Blackwell- und Rubin-Produktlinien. Neue Chips wie der Groq LPX könnten diesen Wert um bis zu 50 Prozent erweitern. Zusätzlich signalisiert Nvidia Preiserhöhungen als Reaktion auf gestiegene Speicherpreise — was direkte Umsatzimplikationen hat.

33 Analysten haben ihre Gewinnschätzungen zuletzt nach oben revidiert. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 4,4 Billionen Dollar und einem Umsatzwachstum von 65 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten dürfte die Bewertung für viele dennoch sportlich wirken — auch wenn einzelne Häuser darauf hinweisen, dass die Aktie gemessen am fairen Wert noch nicht ausgereizt sei.

Supermicro als Indikator

Ein weiteres Signal aus dem Nvidia-Ökosystem: Supermicro präsentierte heute auf der GTC neue Serversysteme auf Basis der NVIDIA RTX PRO Blackwell GPUs — von kompakten Edge-Lösungen bis hin zu großskaligen KI-Fabriken. Solche Ankündigungen illustrieren, wie tief Nvidias Hardware mittlerweile in die Unternehmens-IT eingebettet wird.

Der heutige Gegenwind durch Ölpreise und Geopolitik dürfte temporär sein. Die strukturellen Treiber — China-Comeback, Konferenz-Momentum, wachsende Auftragsbücher — zeigen klar in eine Richtung.

Anzeige

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 18. März liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Nvidia

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.